Seit 50 Jahren unterstützt die Wilhelm-Hahn-und-Erben-Stiftung Publikationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, vor allem mit Zuschüssen zu Druckkosten. Das 50-jährige Bestehen feiert die Stiftung am Mittwoch, 23. Oktober, um 16 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg mit einer Festveranstaltung.

Mit insgesamt mehr als 120.000 Euro hat die Stiftung unter Vorsitz ihres Präsidenten Ulrich C. Cannawurf Publikationen unterstützt – vor allem Dissertationen in den Geisteswissenschaften, aber auch Tagungsbände und Forschungsberichte. In den vergangenen zehn Jahren ist die jährliche Fördersumme kontinuierlich angestiegen. Allein im Jahr 2019 kamen sieben Publikationen in Marburg und Frankfurt in den Genuss der Förderung, die sich insgesamt auf 13.000 Euro belief. Seit 1974 wird zudem das Marburger Winckelmann-Programm unterstützt, eine Veröffentlichungsreihe des Archäologischen Seminars.

„Seit 2009 wurden an der Goethe-Universität insgesamt 30 Dissertationen durch die Stiftung gefördert. Im Einzelfall sind das keine Riesenbeträge, aber für die Antragsteller ist das ein willkommener Rückenwind auf dem Weg in die Forschung“, sagt Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident für Third Mission an der Goethe-Universität Frankfurt. „Dafür danke ich der Stiftung im Namen des Präsidiums sehr herzlich“, so der Vizepräsident.

„Die Stiftung hilft vor allem jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dabei, ihre Forschung in die Öffentlichkeit zu bringen. Gute Dissertationen sollen nicht daran scheitern, dass die Veröffentlichung aus finanziellen Gründen nicht möglich ist“, betont Prof. Dr. Michael Bölker, Vizepräsident für Forschung und Internationales an der Philipps-Universität.

Die Wilhelm-Hahn-und-Erben-Stiftung ist nach dem Bad Homburger Bürger Wilhelm Hahn (1855-1930) und seiner Tochter Karoline Wilhelmine Ebel (1891-1966) benannt. Karoline Wilhelmine Ebel vermachte ihr Vermögen der wissenschaftlichen Förderung kommender Generationen. Die gemeinnützige Wilhelm-Hahn-und-Erben-Stiftung wurde 1969 vom Bad Homburger Rechtsanwalt Ulrich C. Cannawurf gemeinsam mit dem damaligen Rektor der Goethe-Universität, Walter Rüegg, gegründet. Die Philipps-Universität Marburg ist ebenfalls beteiligt; der Ehemann der Stifterin, der Chemiker Carl Ebel, wurde in Marburg promoviert. Präsident der Stiftung ist seit der Gründung Ulrich C. Cannawurf.

Anmeldung erbeten unter: veranstaltungen@uni-frankfurt.de