Frau Dr. Friederike Lohse – Mitglied des Vorstands der Freunde und Förderer – begrüßte die Zuschauer.

Es ist ein Loblied, mit dem der Akademische Chor der Universität den Abend eröffnete: Die kraftvolle Vertonung des Goetheschen Gedichts „Prooemion“, die der ehemalige Universitätsmusikdirektor Christian Ridil eigens zum 100. Geburtstag der Goethe Universität komponiert hatte, erklang nun erneut anlässlich eines Festjahres und bot damit den passenden Auftakt des Jubiläumskonzerts zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität.

Vor einem voll belegen Festsaal von fast 600 Zuschauern spielte das Collegium Musicum zu Ehren der Freunde auf.

„Wir möchten mit unserem Programm einen inhaltlichen Bogen zum Jubiläum schlagen“, sagte der derzeitige Universitätsmusikdirektor Jan Schumacher in seiner Begrüßung. Zum Dank für die langjährige Unterstützung des Collegium Musicum durch die Freunde und Förderer boten Schumacher und seine Musiker dem Publikum einen fulminanten musikalischen Abend. Neben der anspruchsvollen Aufführung der Sinfonie Nr. 1 in c-moll von Johannes Brahms durch das Universitätsorchester gab es Gustav Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“ zu hören, für die Schumacher den hochkarätigen Tenor Christian Elsner hatte gewinnen können.

Zu Weihnachten spendeten die Freunde dem Orchester neue Notenständer.

„Wir sind stolz, dass wir dank der Unterstützung unserer Förderer auch diese Mal diesen musikalischen Brocken stemmen konnten, und hoffen, damit etwas zurückgeben zu können“, so Schumacher. Für den Dirigenten, der 2015 die Leitung des Collegium Musicum übernommen hat, ist die Universitätsmusik die musikalische Visitenkarte der Goethe-Universität: Bei den regelmäßigen Konzerten sind nicht nur Mitglieder der Hochschule, sondern Kulturinteressierte und Musikliebhaber aus der ganzen Region zu Gast. Dr. Friederike Lohse, Mitglied im Vorstand der Freunde und Förderer, sieht darin eine Gemeinsamkeit mit der Freundes-Vereinigung der Universität. „So wie das Collegium Musicum sehen auch wir uns als Botschafter der Universität in die Bürgergesellschaft hinein“, sagte sie bei der Eröffnung des Konzertabends im fast vollbesetzten Festsaal.

Eine langjährige Förderbeziehung verbindet Universitätsmusik und Freundesvereinigung.

Mit diesem Selbstverständnis als Brückenbauer zwischen Bürgergesellschaft und Universität wollen die Freunde und Förderer an das Engagement der Universitätsstifter anknüpfen. 1918, nur vier Jahre nach der Gründung der Goethe Universität durch engagierte Stifterinnen und Stifter, wurde wiederum durch Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt die Vereinigung der Freunde und Förderer ins Leben gerufen. Schon damals zeichnete sich ab, dass die vielseitigen Aktivitäten an der jungen Universität einer zusätzlichen Finanzierung bedurften. Dies gilt bis heute – und gerade das Collegium Musicum ist aufgrund der zahlreichen Projekte immer wieder auf zusätzliche Sponsoren angewiesen, wie etwa den RMV, der das Jubiläumskonzert großzügig mitfinanzierte.

Schumacher hat den hochkarätigen Tenor Christian Elsner gewinnen können.

Mit den Freunden und Förderern verbindet die Universitätsmusik eine langjährige Förderbeziehung. Immer wieder unterstützt die Vereinigung Projekte und Aktivitäten oder sammelt Gelder für besondere Anlässe. Zu Weihnachten 2016 spendete die Vereinigung beispielsweise 7.700 Euro, damit das Orchester dringend notwendige Notenständer anschaffen konnte. Bei einer Geburtstagsfeier sammelten Freunde und Förderer 8.000 Euro, die dem Collegium Musicum für verschiedene Projekte zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt stellt die Vereinigung jährlich rund 1 Million Euro für die Förderung verschiedener Projekte aller Fachbereiche zur Verfügung.

Der ehemalige Universitätsmusikdirektor Christian Ridil hat eigens zum 100. Geburtstag der Goethe Universität „Prooemion“ komponiert.

Im Akademischen Chor, dem Akademischen Orchester sowie dem Sinfonischen Blasorchester des Collegium Musicum kommen rund 350 Studierende, Mitarbeiter und Alumni der Goethe-Universität in ihrer Freizeit zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Die Lust an der Musik, die Aufführungen und Konzertreisen schaffen dabei ein Gemeinschaftsgefühl, das Mitglieder der Universität über die Grenzen der Fachbereiche hinaus zusammenbringt. Bei so viel Spaß an der Sache kann sich auch das Ergebnis sehen und vor allem hören lassen. „Was das Collegium Musicum zum Jubiläum auf die Beine gestellt hat, ist einfach großartig“, sagt Renate von Metzler, Vorstandsmitglied der Freunde und Förderer und begeisterte Musikliebhaberin: „Wenn es Kraft der Musik gelingt, an der Universität so viele Menschen jenseits der Hörsäle zusammenzubringen, dann ist unsere Unterstützung hier an der richtigen Adresse.“

Die Festlichkeiten zum 100. Jubiläum der Freunde und Förderer werden das Jahr auch weiter begleiten. Der nächste Termin ist die Verleihung des Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis am 14. März in der Paulskirche. www.vff.uni-frankfurt.de/jubilaeum

Autorin: Melanie Gärtner; Fotos: Jürgen Lecher