Vom 8. bis 10. März 2017 findet am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität eine internationale Tagung zum Thema „Leiden in Medizin, Theologie und Medizinethik“ / „Suffering in Medicine, Theology and Medical Ethics“ statt.

In Medizin, Ethik und Theologie sind ganz unterschiedliche Vorstellungen und Konzepte vom menschlichen Leiden präsent – sie reichen von Schmerzen über Leiden an Einsamkeit, Sinnlosigkeit und Endlichkeit bis hin zur religiösen Semantik des Leidens, in der von Leiden und Mitleiden Gottes die Rede ist. In Medizinethik und Klinikseelsorge treffen diese unterschiedlichen Konzepte gewissermaßen aufeinander. Die häufig nicht expliziten Annahmen über Sinn und Grenzen menschlichen Leidens werden im pluralen Krankenhauskontext, wo eine Vielzahl von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen aufeinander treffen, herausgefordert.

Welches Verständnis von Leiden ist in den disziplinären Zugängen von Medizin, Ethik und Theologie gegenwärtig und als Aufforderung zu welchem Handeln wird es aufgefasst? Welche Konflikte ergeben sich aus unterschiedlichen Behandlungs- und Begleitungskonzepten und wie sollte mit ihnen reflektiert umgegangen werden? Diesen und anderen Fragen wird im Rahmen der Tagung in Vorträgen und Workshops nachgegangen werden. In einem internationalen und interdisziplinären wissenschaftlichen Gespräch möchte die Tagung die medizinethische Diskussion über das Verstehen, Behandeln und Begleiten menschlichen Leidens fortführen.

Die Tagung wird vom Forschungsprojekt „Medizinethik in der Klinikseelsorge“ unter der Leitung von Prof. Dr. Christof Mandry in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hille Haker (Loyola University Chicago) und dem Neiswanger Institute for Bioethics veranstaltet.

Tagungsort: Campus Westend, Raum IG, NG 1.741b

Tagungsgebühr: 120 Euro / Studierende: 60 Euro (inkl. Buffet, Mittagessen, Kaffeepausen und Getränke)

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