
Im Vorfeld des diesjährigen Valentinstages hat sich der Sender Arte mit dem Thema Küssen befasst. In der knapp einstündigen TV-Dokumentation „Warum wir küssen“ kommt auch Prof. Catherine Whittaker zu Wort, die an der Goethe-Universität am Institut für Ethnologie forscht und lehrt – unter anderem zu den kulturell unterschiedlich ausgeprägten Erscheinungsformen der Liebe.
Der Kuss als emotionaler, kultureller und biologischer Ausdruck steht im Mittelpunkt der TV-Doku. Als Zeichen der Zuneigung zwischen Mutter und Kind, zwischen Freunden, vor allem aber auch zwischen Liebenden erscheint er uns als Grundkonstante menschlichen Miteinanders. Auch physiologisch ist er von Bedeutung, vermag er doch das Immunsystem zu stärken, den Blutdruck zu senken und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Doch längst nicht in allen Gesellschaften gehört der Kuss in seiner westeuropäischen Ausprägung zum Repertoire zwischenmenschlicher Annäherung. So hat eine anthropologische Studie ergeben, dass nicht einmal die Hälfte der Menschheit küsst. Dazu kann die Frankfurter Ethnologin Catherine Whittaker ihre differenzierte Expertise beisteuern. Zuweilen sei das Küssen nicht romantisch konnotiert, sondern eher spirituell. Und in manchen Kulturen würden derlei Themen auch eher nicht öffentlich ausgesprochen. Whittaker hat unter anderem in Mexiko zum Thema Liebe geforscht. Auf der Terrasse des IG-Farben-Hauses am Campus Westend stellte sie sich den Fragen des Filmteams um Redakteurin Sabrina Schießl.


Die TV-Dokumentation „Warum wir küssen“ wird am Donnerstag, 12. Februar, 20:55 Uhr auf arte zu sehen sein und kann anschließend in der Mediathek abgerufen werden.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Catherine Whittaker
Institut für Ethnologie (FB 08)
E-Mail: Whittaker@em.uni-frankfurt.de










