Es hat sich schon einiges getan, um die Gewässerqualtität und die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere an der Nidda zu verbessern. Aber es reicht noch nicht, um die EU-Richtlinien zu erfüllen – so das Fazit auf der Abschlusstagung des mit 2,4 Millionen Euro vom BMBF geförderten Projekts Nidda-Man unter Federführung vom Prof. Jörg Oehlmann, Aquatische Ökotoxikologie.

Problematisch bleiben weiterhin die Schadstoffeinleitungen in den Fluss. Während es in den vergangenen 30 Jahren vor allem darum gegangen sei, Stickstoffe aus der Nidda als einem der schlechtesten Flüsse Hessens herauszubekommen, gehe es nun viel mehr um Arzneimittelrückstände, Antibiotika, aber auch Feinsedimente durch Bodenerosion von landwirtschaftlich genutzten Flächen, sagte laut Bericht in der Frankfurter Neuen Presse der Bad Vilbeler Gewässerökologe Gottfried Lehr.

Hierzu müssten Kläranlagen mit einer vierten Stufe ausgestattet werden. Diese sind nicht nur teuer, sondern benötigen auch zusätzliche Flächen. Auch gibt es bislang keine verbindlichen Kriterien, was diese Stufe erfüllen muss. Eine vierte Reinigungsstufe wird derzeit in Bickenbach getestet.

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