Querschnitt durch den Grund des Rhein-Main-Gebiets

An einem acht Meter langen Wandmosaik können Studierende und Besucher des Geozentrums der Goethe-Universität jetzt Gesteinsarten betrachten, die das geologische Profil zwischen Westerwald und Odenwald prägen. Mitglieder und Gäste des Instituts für Geowissenschaften trugen dafür 65 Gesteinsproben zusammen, die einen kleinen Ausschnitt der sehr großen Gesteinsvielfalt der Region darstellen. Die Gesteinsproben wurden präpariert und zur Betonung der typischen Strukturen angeordnet. Der Profilschnitt im Maßstab 1:20 000 ist nicht nur ästhetisch, sondern dient auch der Lehre und erklärt die vielseitige Geologie der Umgebung von Frankfurt.

Der Schnitt erfasst verschiedene variszische Bauelemente vom Westerwald zum Odenwald: Das Rhenoherzynikum mit seinen gefalteten und verschuppten Schiefern, die Nördliche Phyllitzone im Vordertaunus und die lebhaft sich durchdringenden Metamorphite und Plutonite der Mitteldeutschen Kristallinschwelle. Ebenso kontrastreich wie diese deformierten Gesteine des Variszikums erscheinen die unterschiedlichen Deckgebirgselemente: die dunklen Westerwald-Basalte, die hellen Tertiär-Sedimente unter Frankfurt sowie die kräftig rote Buntsandsteinbedeckung des Odenwaldes.

Neben den plakativen Großstrukturen wurden kleine und große Besonderheiten eingefügt, wie die komplizierte Gießen-Decke, die Eschbacher Klippen, die Vogelsberg-Basalte in Frankfurt oder die Grube Messel. Forschungsergebnisse des Frankfurter Instituts, besonders zur Geochronologie, erleichterten die Darstellung der oftmals kontrovers diskutierten Lagerungsbeziehungen in der Tiefe.

Zur Erläuterung sind die Gesteinsbeispiele regional und chronologisch geordnet in einer Legende an der Basis des Schnittes aufgeführt.

Der Profilschnitt im Geozentrum wurde von Vorbildern an der Universität Innsbruck, am LGB Mainz, dem Keramikmosaik der TU Clausthal und in der BGR Hannover inspiriert.

Unter Beachtung der Öffnungszeiten der Goethe-Universität und bei Beachtung der Hausordnung der Goethe-Universität kann das Objekt in der Altenhöferalle 1, 2. Stock besichtigt werden. Gruppen werden gebeten, sich bei der Geo-Agentur (geo-agentur@uni-frankfurt.de) des Fachbereichs Geowissenschaften und Geographie anzumelden.

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