Brücke zwischen Teilchenbeschleuniger und kosmischer Strahlung: Physiker*innen entwickeln neuen Ansatz für Simulationen

Kosmischer Strahlenschauer, der durch ein 1 TeV-Proton erzeugt wird, das die Erdatmosphäre in 20 Kilometer Höhe trifft. Der Strahlenschauer wurde mit dem AIRES-Paket simuliert.

Wie simuliert man Teilchenkollisionen von höchsten Energien oder kosmische Strahlung in der Erdatmosphäre? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine umfassende Übersichtsarbeit, die kürzlich im renommierten Fachjournal Nature Reviews Physics erschienen ist. Prof. Dr. Marcus Bleicher vom Institut für Theoretische Physik gehört zu den Autoren des internationalen Forschungsteams. In ihrer Publikation „Global tuning of hadronic interaction models with accelerator-based and astroparticle data“ stellen die Wissenschaftler*innen einen neuen Ansatz vor, um Simulationsprogramme für Teilchenkollisionen systematisch zu verbessern. Solche Ereignisgeneratoren kommen sowohl in Beschleunigerexperimenten wie am Large Hadron Collider als auch bei der Analyse kosmischer Strahlung zum Einsatz. Bislang wurden sie meist nur auf Grundlage von Beschleunigerdaten entwickelt. Die Forschenden zeigen nun, dass eine gemeinsame Optimierung mit Daten aus beiden Bereichen die Genauigkeit der Simulationen deutlich steigern kann.

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung der TU Dortmund

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