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Prognosen zum Ausgang der Bundesliga

Die beiden Mathematiker Ullrich Kortenkamp (Universität Potsdam) und Matthias Ludwig (Goethe-Universität) haben mit einem Modell das Saisonende 1.000.000-fach mathematisch simuliert. In die Simulation flossen der aktuelle Mannschaftswert, die Rückrundenform, das Hinrundenergebnis und das derzeitige Torverhältnis ein.

Mit diesen Werten kann man nun den Ausgang jedes einzelnen Rückrundenspiels simulieren und erhält so eine Tabelle für den 34. Spieltag. Diese Simulation wurde eine Million Mal durchgeführt. Unter diesen vielen möglichen Endtabellen kommt es natürlich schon mal vor, dass die Eintracht absteigt oder auch mal Champions League spielt:

„Aber das sind zum Glück oder leider absolute Ausreißer“, betont Prof. Matthias Ludwig.

Bayern wieder Meister, Darmstadt steigt ab

Und wie schaut nun die Prognose aus? „Die beiden Enden der Tabelle stehen zu 99,9 % fest: Bayern wird wieder einmal Meister.

Die Südhessen am Böllenfalltor werden absteigen – eine theoretische Chance auf den Relegationsplatz haben die Lilien noch“, so Ludwig. Leipzig wird laut Berechnung nächstes Jahr auf europäischer Ebene spielen, ziemlich sicher sogar in der Champions League.

Die Hauptkonkurrenten um den letzten direkten CL-Platz sind Dortmund und TSG Hoffenheim. Die Qualifikation für die CL haben beide praktisch sicher (98,4 %). Konkurrenten um die Europa-League-Plätze sind demnach Hertha (83 %), Freiburg (45 %), Köln (45 %), Mönchengladbach (40 %) und Schalke (39 %), aber auch die Eintracht hat noch eine 17 %-Chance auf Europa.

Rechnerisch ist es aber auch möglich, wenn auch sehr, sehr unwahrscheinlich (0,1 %), dass Frankfurt noch in die Relegation muss. Und was macht der HSV? „Mit 1,4 % hält sich die direkte Abstiegsgefahr in sehr engen Grenzen und zu knapp 4,6 % landet der HSV auf dem Relegationsplatz“, erklärt Ludwig.

Das bedeutet, dass derzeit mit 96 % die Klasse zu 100 % gesichert ist. „Mit 1,6 % ist sogar noch Europa drin“, ergänzt Ludwig augenzwinkernd. Auch wenn Bayern wohl wieder als Meister feststeht: Für den großen Rest der Bundesligafans wird es jetzt erst richtig spannend.

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 2.17 (PDF-Download) des UniReport erschienen.