Kurt-Schumacher-Straße/Foto: Marlene Mösle

Das Forschungsprojekt „NeuRaum“ erkundet neue Räume für die Mobilität in Frankfurt.

Freuen sich Frankfurter Bürgerinnen und Bürger über Fahrradspuren, die einmal Autostraßen waren? Wie stehen sie zur Ausweitung von Gebieten mit Anwohnerparken und Parkplatzgebühren? Vermissen Spaziergänger auf dem Mainkai die einjährige autofreie Zone – oder atmen Autofahrer auf, dass der Verkehr endlich wieder rollen darf?

Dreitausend Fragebögen haben Masterstudierende des Fachs Humangeographie in den vergangenen Tagen in zufällig ausgewählte Briefkästen in Frankfurt eingeworfen. Die Fragebögen bilden den Auftakt zu dem Forschungsprojekt „NeuRaum“, das sich unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Lanzendorf, Mobilitätsforscher am Institut für Humangeographie der Goethe Universität, dezidiert der Frankfurter Verkehrspolitik widmet.

Das Projekt „NeuRaum“ steht für „Neue Räume für die Mobilität in Frankfurt“ und untersucht Maßnahmen, die den Verkehr zukunftsfähig gestalten und Verkehrsräume gerecht aufteilen sollen. Die Studie will dazu verkehrspolitische Diskussionen aufgreifen und Meinungen zu drei schon umgesetzten oder künftig möglichen Verkehrsmaßnahmen im Stadtgebiet einholen: zur Umstrukturierung von Parkplätzen, für die etwa Gebühren erhoben oder Anwohnerparkausweise verlangt werden könnten; zur Umwandlung von Auto- in Fahrradspuren, beispielsweise entlang der Friedberger Landstraße, Konrad-Adenauer-Straße und Kurt-Schumacher-Straße; und zur Zukunft des Mainkais nach dessen einjähriger probeweiser Sperrung für den Autoverkehr.

Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, die einen Fragebogen im Briefkasten finden, bittet das Forschungsteam darum, mit ihren Antworten einen Beitrag zur Verkehrsforschung zu leisten. Dazu sollten die Teilnehmenden den Fragebogen an die genannte Adresse der Goethe-Universität zurücksenden oder den Link auf dem Fragebogen nutzen und diesen online ausfüllen.

Personen, die keine Fragebogen erhalten haben, sich aber an der Umfrage beteiligen wollen, können ebenso über folgenden Link an der Studie teilnehmen: www.humangeographie.de/neuraum/befragung.html

Die Beantwortung nimmt etwa 15 bis 20 Minuten in Anspruch. Erste Ergebnisse der Studie sollen im Frühjahr nächsten Jahres vorgestellt werden.