Merz-Stiftungsgastprofessur um fünf Jahre verlängert

Die traditionsreiche Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur wird um weitere fünf Jahre verlängert. Sie ermöglicht es der Goethe-Universität, jedes Jahr einen besonders angesehenen Wissenschaftler aus den Bereichen Pharmazie oder Humanmedizin für eine Woche nach Frankfurt einzuladen. Mit der Vertragsverlängerung unterstreicht Merz sein Engagement, die medizinische und pharmazeutische Forschung an der Goethe-Universität zu bereichern sowie neue Kontakte zu Forschern und Forschergruppen zu ermöglichen.

Als Pharmazeut freut sich Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz auch persönlich über die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit: „Die Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur gehört zu den ältesten unserer Universität. Sie hat in den vergangenen 30 Jahren viele hochrangige internationale Expertinnen und Experten an unsere Universität geführt.“

„Mit der Verlängerung der Gastprofessur setzen wir auch einen Teil unserer Familientradition fort“, erklärte Andreas Meyer, Mitglied des Gesellschafterrates von Merz und Mitglied der Inhaberfamilie, bei der Vertragsunterzeichnung am 3. Dezember im Gästehaus der Goethe-Universität. Dr. Jochen Hückmann, ein Enkel des Firmengründers Friedrich Merz, hatte 1985 die Friedrich-Merz-Stiftungsprofessur als dauerhaften Beitrag zur Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung der Bereiche Pharmazie und Medizin initiiert.

Hückmann selbst stand über drei Jahrzehnte an der Spitze des Familienunternehmens Merz und entwickelte es zu einem international erfolgreichen Pharmaunternehmen. „Er hat in seinem Großvater immer ein Vorbild gesehen, und zwar nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Förderer der Wissenschaft“, sagte Meyer. „Dieser Tradition fühlen wir uns verpflichtet. Mit der Stiftungsgastprofessur wollen wir einen positiven Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaft und zum Wohlergehen der Gemeinschaft leisten.“

Im Zentrum der 1985 gestifteten Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur steht ein internationales und interdisziplinäres Symposium zum Forschungsschwerpunkt des Gastprofessors. In einem Bürgerforum wird das Forschungsthema außerdem für die interessierte Öffentlichkeit verständlich vermittelt.
Ein Höhepunkt in der Geschichte der Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessuren ist die aktuelle Berufung des amerikanischen Zellbiologen Donald E. Ingber. Der Professor für Bioengineering an der Harvard University in Cambridge beschäftigt sich mit miniaturisierten, lebenden Organsystemen aus menschlichen Zellen. Damit können Krankheiten erforscht, neue Therapiemöglichkeiten getestet und Tierversuche vermieden werden.

Beim Bürgerforum am Donnerstag, 6. Dezember, können Bürgerinnen und Bürger mit Professor Ingber und weiteren Experten zum Thema „Menschliche Organe und Krankheiten im Reagenzglas. Fiktion oder realistische Alternative zum Tierversuch?“ diskutieren. Dabei geht es um Fragen wie: Wie hoch ist die Aussagekraft von Tierversuchen wirklich? Welche menschlichen Organe lassen sich im Reagenzglas nachbilden, und wie kann die Forschung davon profitieren? Wie kann die Zukunft der personalisierten Medizin mit patienteneigenen Organsystemen gestaltet werden? Das Bürgerforum beginnt um 18 Uhr im Arkadensaal des Goethe-Hauses (Großer Hirschgraben 23-25 in Frankfurt); der Eintritt ist frei.

Über die Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur

Die Friedrich-Merz-Gastprofessur wurde im Dezember 1985 anlässlich des 100. Geburtstags von Firmengründer Friedrich Merz gestiftet, der als einer der ersten Mitglieder der Senckenbergischen Gesellschaft mit der Frankfurter Universität eng verbunden war und die Wissenschaft gefördert hat. 1987 zum ersten Mal verliehen, wurde die Gastprofessur bis auf zwei Ausnahmen jährlich vergeben. Die Gastprofessur und das Symposium, dessen Themenspektrum von der Grundlagen- bis zur Versorgungsforschung reicht, bieten Forschern aus Hochschule und Industrie jährlich die Gelegenheit zum Wissensaustausch und zu einer weitergehenden Zusammenarbeit.

www.uni-frankfurt.de/Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur

Relevante Artikel

Die Frankfurt Alliance feiert!

Jetzt schon im Terminkalender notieren: Das Wissenschaftsfestival findet am Samstag, 28. September 2024, auf dem Frankfurter Roßmarkt statt. Die Vorbereitungen

Der Kopf kommt ins Herz

Neubau der Universitätsklinik schafft Synergien Das Universitätsklinikum Frankfurt hat den zweiten Bauabschnitt seines umfangreichen Erweiterungsprojekts abgeschlossen. Auf einer Fläche von

»Frankfurt ist meine Heimat«

Nachruf auf Dr. Rolf-E. Breuer Die Goethe-Universität trauert um einen ihrer herausragenden Unterstützer und eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten – Dr.

Öffentliche Veranstaltungen

Die Frankfurt Alliance feiert!

Jetzt schon im Terminkalender notieren: Das Wissenschaftsfestival findet am Samstag, 28. September 2024, auf dem Frankfurter Roßmarkt statt. Die Vorbereitungen

Der Kopf kommt ins Herz

Neubau der Universitätsklinik schafft Synergien Das Universitätsklinikum Frankfurt hat den zweiten Bauabschnitt seines umfangreichen Erweiterungsprojekts abgeschlossen. Auf einer Fläche von

»Frankfurt ist meine Heimat«

Nachruf auf Dr. Rolf-E. Breuer Die Goethe-Universität trauert um einen ihrer herausragenden Unterstützer und eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten – Dr.

Lemuren-Laute und Giraffen-Gewohnheiten

Tierische Verhaltensforschung mit Software und KI Die faszinierende Welt der Zootierbiologie profi tiert zunehmend von innovativen Technologien wie der Künstlichen

You cannot copy content of this page