Singer-Songwriter Carlos Jerez; Foto: privat

Singer-Songwriter Carlos Jerez; Foto: privat

Wer „The Voice of Germany“ regelmäßig verfolgt, dürfte den Mann mit dem dunklen Vollbart kennen: Carlos Jerez kam 2014 bis ins Viertelfinale der Show, seine Version von „Don’t you worry“ der Swedish House Mafia hat mittlerweile weit über 100.000 Klicks auf YouTube bekommen. Auch wenn er selber kein so großer Fan von Casting-Shows ist, hat der 25-Jährige US-Amerikaner mit lateinamerikanischen Wurzeln – seine Eltern stammen aus Venezuela und Nicaragua – gute Erinnerungen an die Zeit mit den Coaches Stefanie Kloß (Silbermond) und Rea Garvey, die ihn bei der Sendung unter ihre Fittiche genommen haben.

„Es war manchmal schon stressig, hat aber meistens großen Spaß gemacht, in einem Hotel mit 130 anderen Musikern abzuhängen“, erinnert er sich. Carlos macht bereits seit frühesten Kindertagen Musik, spielt Gitarre, später singt er in einem Chor. Auf der Uni lernt er unter anderem Posaune. Auf einer Weltreise macht er einen Zwischenstopp in Indien, arbeitet in einem sozialen Projekt. Dort trifft er viele Deutsche, deren Land ihn zunehmend interessiert. Also macht er sich auf den Weg, besucht zuerst eine Freundin in Landau und kommt dann nach Frankfurt. Als Straßenmusiker verdient er sich etwas Geld.

Als ob in Hollywood das Drehbuch dafür geschrieben worden wäre, erobert er beim Musizieren auf der Straße auch das Herz seiner großen Liebe – mit der aus Kroatien stammenden Sandra ist er immer noch zusammen. Und das Leben in Frankfurt gefällt Carlos ausgesprochen gut: „Ich mag die Vielfalt in dieser eigentlich nicht sehr großen Stadt, die dennoch für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.“ Abends geht Carlos gerne in den Clubkeller oder ins Orange Peel.

Viel unterschiedliche Musik prägt sein Leben und sein Programm auf der Bühne: Auf die Besucher des Sommerfestes der Goethe-Uni wartet ein akustisches Set mit Songs von den Beatles bis hin zu aktuellen Sounds. Auch eigene Songs wird Carlos, der wie zu seinen Zeiten als Straßenmusiker ohne Band auf der Bühne steht, performen. Mit einem Loop Pedal wird er aber sein Gitarrenspiel ‚doppeln‘. Auch mexikanische Songs hat der mehrsprachige Singer-Songwriter im Gepäck. Und sein Auftritt auf dem Sommerfest ist ohnehin ein Heimspiel, denn Carlos studiert hier seit einigen Semestern Kulturanthropologie.

Das Sommerfest der Goethe-Universität im Jahr 2016 steht im Zeichen der Deutsch-Mexikanischen-Freundschaft: Universitätsangehörige sowie Besucherinnen und Besucher können kulturelle und kulinarische Highlights aus beiden Ländern erleben. Neben dem exotischen Flair und einem mitreißenden Musikprogramm bietet das Sommerfest für Jung und Alt auch die Gelegenheit, die Goethe-Universität durch Führungen über den Campus, Vorführungen der Universitätssammlungen, Stände der universitären und studentischen Initiativen, Kinderprogramm und diverse Aufführungen besser kennen zu lernen.

1. Juli 2016, ab 15 Uhr, Campus Westend

  • 18.00 Uhr Carlos Jerez
  • 19.30 Uhr Revolte Tanzbein
  • 21.30 Uhr Mezcaleros

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 3.16 des UniReport erschienen [PDF].