Studierenden-Team für biologische Forschung ausgezeichnet

Der iGEM-Wettbewerb (international Genetically Engineered Machine) ist der weltweit größte Wettbewerb im Bereich der synthetischen Biologie.

Studierende aus aller Welt entwickeln, designen und testen innovative biologische Systeme und präsentieren ihre Ergebnisse anschließend auf der internationalen Bühne. iGEM bietet jungen Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, Kreativität, Ingenieurskunst und Unternehmergeist zu vereinen, um biologische Lösungen für reale und drängende Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Auch das diesjährige iGEM-Team der Goethe-Universität Frankfurt hat nach einer intensiven und forschungsreichen Saison beeindruckende Ergebnisse erzielt. Das Team entwickelte das Projekt „SPROUT“ (Smart Peptide Release On Unique Triggers), ein System zur kontrollierten Freisetzung von Peptiden, das ausschließlich bei spezifischen biologischen Auslösern aktiviert wird. Besonders für die Landwirtschaft eröffnet dieser Ansatz neue Perspektiven: Die modifizierten Bakterien sollen pflanzenschädliche Pilze frühzeitig erkennen und daraufhin antimikrobielle Peptide freisetzen, die den Pilz gezielt bekämpfen. Mit solchen intelligenten biologischen Schaltern lassen sich präzisere, nachhaltigere und umweltfreundlichere Strategien zum Pflanzenschutz realisieren, die langfristig zur Schonung von Ökosystemen beitragen können. Die Arbeit des Teams wurde dieses Jahr im großen Finale in Paris eindrucksvoll gewürdigt: „SPROUT“ sicherte sich eine Goldmedaille, einen Platz unter den Top-10-Teams weltweit, den Safety and Security Award sowie die Auszeichnung als Top-5-Projekt im Bereich Landwirtschaft. Diese Erfolge knüpfen an eine bereits bestehende Tradition herausragender Frankfurter Beiträge an. In den vergangenen Jahren entstanden Projekte wie „CADch me if you can“, ein bakterieller Sensor für Schwermetalle, „BLISS“, ein System zur Detektion von Antibiotika in Abwässern, sowie „SOLAR“, eine von Bakterien produzierte, korallenfreundliche Sonnencreme. Sie alle verdeutlichen, wie vielseitig und kreativ synthetische Biologie genutzt werden kann, um aktuelle Herausforderungen zu lösen.

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