Veranstaltungsreihe „Niederländische Sprache und Kultur“ wird mit zwei Vorträgen von Leen Huet fortgesetzt

Über Pieter Bruegel den Älteren (1525? – 1569) und über Pieter Paul RUBENS (1577-1640) spricht die belgische Kunsthistorikerin Leen Huet in der Veranstaltungsreihe „Niederländische Sprache und Kultur“ an der Goethe-Universität.

Die beiden Vorträge finden am Donnerstag, 19. April (Bruegel), in Raum 1.802 und am Freitag, 20. April (Rubens) in Raum 1.801 (Renate von Metzler-Saal) (jeweils im Casino-Gebäude, Campus Westend) jeweils um 19 Uhr statt. Der Vortrag über Bruegel findet in niederländischer Sprache, der Vortrag über Rubens in englischer Sprache statt. Leen HUET (Jahrgang 1966) hat eine beeindruckende Bruegel-Biografie (2016) geschrieben und Rubens´ Briefe übersetzt und herausgegeben (2014) und gilt als international anerkannte Expertin auf diesem Gebiet.

Der Vortrag über Pieter Bruegel den Älteren weist voraus auf die weltweit erste große, monographische Bruegel-Ausstellung, die das Kunsthistorische Museum Wien im Herbst 2018 zu Bruegels 450. Todestag organisiert. In ihrem Vortrag „Pieter Bruegel, schilder in ‚een zeer zieke tijd‘“ („Bruegel, Maler in ‚einer sehr kranken Zeit‘“) geht Leen Huet auf die Frage ein, wie Pieter Bruegel die Ereignisse seiner Zeit sah. War er ein Rebell? Oder gar ein „Geuse“ (Aufsässiger), vielleicht ein Wiedertäufer, wie mancher Romanautor und Kunsthistoriker ihn darstellt? War er eher Berichterstatter oder philosophischer Beobachter? Anhand einer Reihe von Gemälden und Stichen von Bruegels Hand wird Leen Huet die Hintergründe seiner Werke erklären.

Der Rubens-Vortrag nimmt Bezug auf die laufende Rubens-Ausstellung im Städel-Museum. Huets Vortrag „The Alchemy of hand and pigment“ behandelt Rubens´ kreativen Prozess und seine großzügige Wertschätzung anderer Künstler. Durch Zitate aus Rubens‘ höflichen, gelehrten, manchmal erstaunlichen Briefen, die er auf Niederländisch, Französisch. Englisch und Italienisch verfasste, bringt Leen Huet dem Publikum den barocken Künstler näher, vermittelt einen frischen Blick auf sein Werk.

Information und Anmeldung:
Laurette Artois, Fachbereich 10, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Lektorat Niederländisch – IG-Farben-Haus, Raum 1.211, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60629 Frankfurt/Main, Telefon 069 798-32851, E-Mail artois@lingua.uni-frankfurt.de,
http://www.uni-frankfurt.de/41138070/niederlaendisch

Niederländische Sprache und Kultur – Pieter Bruegel

Niederländische Sprache und Kultur – Pieter Paulus Rubens