Das Weltkulturen Museum und das Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main laden ein zur Eröffnung der Ausstellung „Plakatiert! Reflexionen des indigenen Nordamerika“ am 26. Juni 2019 um 19 Uhr im Weltkulturen Labor Schaumainkai 37, 60594 Frankfurt.

Plakate sind Dokumente materieller Kultur und ein Spiegel der sozialen und politischen Welt, in der sie entstanden sind. „Wir sind täglich von Plakaten umgeben, nehmen diese jedoch kaum bewusst wahr, obwohl sie eine Reflexion unserer eigenen Umwelt sind“, betont Alexandra Buzesteanu, eine der beteiligten Studentinnen. Anhand von rund 100 Plakaten und 30 zusätzlichen Objekten aus Privatsammlungen und der Sammlung des Weltkulturen Museums zeigt die Ausstellung ausgewählte Aspekte indigener Lebenswelten zwischen der Arktis und dem US-amerikanischen Süden. Eine zentrale Idee dabei war, Plakate ins Zentrum der Betrachtung zu stellen, die von der indigenen Bevölkerung Nordamerikas konzipiert wurden oder sich an diese richten. Themen sind unter anderem die Bedeutung von Abstammung und Identität, Gesundheit, die Rolle der Bildung und des Militärs sowie Probleme häuslicher Gewalt. Die historische Bandbreite – von den 1970er Jahren bis 2018 – zeigt, dass die auf den Plakaten angesprochenen Themen ihre Aktualität nicht verloren haben, andere neu hinzugekommen oder weniger zentral geworden sind.

Vorbereitet haben die Ausstellung seit dem Sommer 2018 elf Studierende der Ethnologie und der Curatorial Studies in Kooperation mit dem Weltkulturen Museum. Dabei entstand ein Begleitkatalog, in dem die Themen der Ausstellung weiter ausgeführt werden. Die tiefergehenden Recherchen zeigten, dass es sich lohnt, in die Geschichten der Plakate einzutauchen. So führte beispielweise die Suche nach dem Namen eines zunächst unbekannten Mannes auf einem der Plakate zu einer kontinentübergreifenden Berichterstattung.

Die Ausstellung wird vom 27. Juni bis zum 1. Dezember gezeigt. Zur Ausstellungseröffnung ist der Eintritt frei.

Mehr Infos: http://weltkulturenmuseum.de