Vortrag von Prof. Christian Metz über das weltberühmte Gedicht aus Hölderlins Spätwerk

Der Literaturwissenschaftler Christian Metz spricht in Bad Homburg über Friedrich Hölderlins Gedicht „Patmos“. (Foto: Markus Kirchgessner)

Friedrich Hölderlin lebte in den Jahren 1798 bis 1800 und 1804 bis 1806 in Homburg. Zwischen diesen beiden Aufenthalten hat er sein weltberühmtes Gedicht „Patmos“ vollendet, das er dem im Homburger Schloss residierenden Landgrafen Friedrich V. widmete und schenkte. Es ist nach der griechischen Insel Patmos benannt, auf der Johannes der Evangelist seine göttliche Offenbarung erhielt. Wie lässt sich das Gedicht und seine besondere Komposition aus der lokalen Homburger Konstellation und Perspektive verstehen?

Dieser Frage geht der Literaturwissenschaftler und -kritiker Prof. Christian Metz in einem öffentlichen Vortrag mit dem Titel „‚Patmos’ in Homburg. Die lokale Konstellation eines weltberühmten Gedichtes“ am Freitag, 24. März, um 18 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften (Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe) nach.

Der Frankfurter Literaturwissenschaftler Prof. Achim Geisenhanslüke führt in das Thema des Abends ein. Anschließend entfaltet Christian Metz eine Homburger Perspektive auf „Patmos“, indem er einen Bogen spannt von der Ankunft des Gedichts in Homburg im Jahr 1803 bis zu Horst Hoheisels Kunstwerk „Patmos, eine Spur von Hölderlin“ von 1989, das die Gruft der Landgrafen von Homburg in der Bad Homburger Schlosskirche abdeckt.

Christian Metz ist Literaturkritiker und Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Aachen. Der gebürtige Bad Homburger war viele Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität tätig und zugleich Geschäftsführer des Fortbildungsprogramms „Buch- und Medienpraxis“ (2003 bis 2010). Vertretungsprofessuren und Lehraufträge führten ihn nach Berlin, Münster, Zürich, Wien und München. Als Literaturkritiker schreibt er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und für den Deutschlandfunk. 2020 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

Der Vortrag beschließt einen Workshop am Forschungskolleg Humanwissenschaften, den Prof. Achim Geisenhanslüke und Dr. Thomas Schröder vom Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Goethe-Universität leiten. Seit dem Hölderlin-Jahr 2020/21 finden jährlich Workshops über „Hölderlins Homburger Arbeiten oder Die Revolution der poetischen Sprache“ statt, die Hölderlin-Forscher zum regelmäßigen Austausch über das Spätwerk des Dichters in Bad Homburg zusammenbringen. In diesem Jahr nehmen u.a. Prof. Klaus-Michael Bogdal (Bielefeld), Prof. Anja Lemke (Köln), Prof. Alexander Honold (Basel) und der Referent des Abendvortrags Prof. Christian Metz (Aachen) teil.

Anmeldung zum Vortrag: Um vorherige Anmeldung per Email an anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de wird gebeten.

Weitere Informationen: www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Relevante Artikel

Öffentliche Veranstaltungen

Es gibt nicht nur die „eine“ Zukunft

Julia Schubert und Steven Gonzalez forschen als Postdocs im interdisziplinären Graduiertenkolleg „Fixing Futures“ und fragen: Was machen Zukunftsvisionen mit dem

Neue Grundlage für die Hitler-Forschung

DFG-Projekt „Edition Hitlerreden 1933–1945“: Team um Prof. Cornelißen übernimmt Neuedition der Hitlerreden ab 1933 Seine schneidende Stimme ist unverkennbar, man

Der unversöhnte Theoriegeist

In „Der Philosoph: Habermas und wir“ von Philipp Felsch verschränken sich Zeit- und Geistesgeschichte in der Figur eines großen Frankfurter

Kein richtiges Leben im falschen?

Drei Romanheld*innen werden auf ganz unterschiedliche Weise mit den Widersprüchen der Gegenwartsgesellschaft konfrontiert: Die Erziehungswissenschaftlerin Yandé Thoen-McGeehan hat gerade ihren

You cannot copy content of this page