Im Jahr 2025 waren ca. 75,3 % aller (elektronischen) Publikationen an der Goethe-Universität Open Access.

Die Datengrundlage für die Zahl des Monats April ist der Open-Access-Monitor, der die Publikationsdaten aus drei großen Referenzdatenbanken (Web of Science, OpenAlex, Scopus) auswertet und auf verschiedene Weise darstellbar macht. Mit ihm lässt sich das Publikations-Output in Deutschland nach verschiedenen O(pen)-A(ccess)-bezogenen Kriterien analysieren.
Der Monitor unterscheidet zwischen verschiedenen Open-Access-„Farben“:
Kein Open Access im Sinne der Berliner Erklärung ist der sogenannte Closed Access, wenn die Leserinnen eine Publikation subskriptionspflichtig bzw. käuflich erwerben müssen. Ebenfalls um keinen Open Access handelt es sich beim Bronze Open Access: Hier ist die Publikation zwar frei zugänglich, aber nicht unter Bedingungen, die eine freie Nachnutzung i. S. der Berliner Erklärung erlauben.
Von Open Access spricht man hingegen beim Green Open Access: Es handelt sich dann um eine Zweitveröffentlichung einer Closed-Access-Publikation, die in verschiedenen Versionen wie Preprint, Manuskriptversion, Verlagsversion möglich ist.
Ein Hybrid Open Access beinhaltet eine Open-Access-Publikation in einer Zeitschrift, die ansonsten nicht OA ist. Prominentestes Beispiel sind die DEAL-Verträge mit Springer, Wiley und Elsevier. Dies wird meist durch Vereinbarungen zwischen den Verlagen und der Universitätsbibliothek oder Konsortien geregelt und erfordert die Zahlung einer Publikationsgebühr, die i. d. R. vom Publikationsfonds getragen wird.
Beim Gold Open Access handelt es sich um eine Publikation in einer „reinen” Open-Access-Zeitschrift, in der alle Artikel OA erscheinen, ebenfalls mit Publikationsgebühr.
Von einem Diamond Open Access spricht man bei einer Publikation in einer „reinen” OA-Zeitschrift, die i. d. R. von Wissenschaftlerinnen oder wissenschaftlichen Einrichtungen selbst herausgegeben wird („Scholar-Led“) und für die den Autor*innen keine Publikationskosten entstehen.
Für den oben genannten Wert von 75,3 % wurden die unter „Open Access“ gefassten Publikationstypen zugrunde gelegt. Es wurde dafür aus den Prozentsätzen aus allen drei Quellen der Durchschnitt gebildet.
Passend zum Thema Open Access bietet die Universitätsbibliothek (UB) im Sommersemester 2026 die Workshop-Reihe „Data Literacy and Digital Research Practices“ an. Vom 14. April bis 14. Juli (dienstags, 14:00–15:30 Uhr, online via Zoom) erhalten Teilnehmende Einblicke in Forschungsdatenmanagement, Open Access und digitale Methoden entlang des gesamten Forschungsprozesses. Die Teilnahme ist kostenfrei und einzelne Termine können flexibel besucht werden.
Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.ub.uni-frankfurt.de/veranstaltungen/.









