Gestern hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen in Berlin ein Gutachten vorgelegt, das das Problem der überfüllten Notaufnahmen lösen soll. Der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Prof. Ferdinand Gerlach vom Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität, erklärte gestern im ZDF-Morgenmagazin das neue Modell.

Eine zentrale Leitstelle soll dafür sorgen, dass bereits am Telefon zwischen harmlosen und ernsten Beschwerden unterschieden wird und der „Versorgungspfad“ festgelegt wird: die Einweisung in die Notaufnahme, der Besuch des ärztlichen Bereitschaftsdienstes oder ein kurzfristiger Termin in einer Arztpraxis oder einem „integrierten Notfallzentrum“. „Wir wollen auch dafür sorgen, dass das besser, schneller und ohne Wartezeiten geschieht“, sagte Gerlach gestern im Morgenmagazin. Er geht davon aus, dass man ein Drittel der Fälle bereits am Telefon lösen kann, indem man die Anrufer beruhigt und ihnen Hausmittel empfiehlt.

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