Am Mittwoch, dem 13.07.2016, spricht Prof. Ferdinand M. Gerlach in der von ihm organisierten Ringvorlesung „Was hilft heilen?“ über das Thema: „Weniger ist manchmal mehr: Quartärprävention als Schutz vor zu viel und falscher Medizin“.

Bei der bislang wenig beachteten „Quartären Prävention“ geht es vor allem um die Verhinderung von Überversorgung, Medikalisierung und unnützer Medizin. Gerlach wird aufzeigen, wie man in der gesundheitlichen Versorgung ein Zuviel, ein Zuwenig und ein Gerade Richtig erkennen kann, welche bislang oft unterschätzten Gefährdungen dabei auftreten können und er wird auf mögliche Alternativen hinweisen.

An Hand von Beispielen wird er u.a. zeigen, warum ein Stethoskop mehr ist, als ein magisch-dekoratives Statussymbol ärztlicher Kunst, wo weniger manchmal mehr wäre und wie Über-, Unter- und Fehlversorgung zusammenhängen. Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzte darin zu befähigen, gemeinsam mit ihren Patienten zukünftig klug und heilsamer zu entscheiden.

Prof. Gerlach ist Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und als Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen auch Deutschlands „oberster Gesundheitsweiser“. Darüber hinaus ist er amtierender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM).

Wann? Mittwoch, 13. Juli 2016, 18:00 – 20:00 Uhr
Wo? Hörsaal 23.3.
Eintritt frei, Einlass 30 Min. vor Beginn.
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