Neu im Vorstand der Freunde

Beinahe neun Jahre lang führte Nike von Wersebe die Geschäfte der Freunde und Förderer der Goethe-Universität. Jetzt verstärkt sie den Vorstand der Vereinigung.

Nike von Wersebe. Foto Heike Jüngst

Die Zahlen sprechen für sich: 200 Projekte pro Jahr, 1.500 Mitglieder, ein starkes Kuratorium und zahlreiche Stiftungen. Von November 2016 bis Juni 2025 lenkte die Juristin als Geschäftsführerin die Geschäfte des traditionsreichen Fördervereins. In dieser Zeit hat der Vorstand der Freunde unter Vorsitz von Prof. Wilhelm Bender zusammen mit ihr die Freundesvereinigung der Goethe-Universität zu neuer Blüte geführt.

Von London nach Frankfurt

Nike von Wersebe startete ihre Laufbahn in London. Bei Intermusica Artists’ Management verhandelte sie Verträge für Orchester und organisierte Tourneen u. a. für das Philharmonia Orchestra und den King’s College Choir, Cambridge. Später betreute sie beim Ensemble Modern in Frankfurt den Freundesverein und warb auch hier um neue Mitglieder. 2009 trat sie eine Stelle an der Goethe-Universität an. Als Referentin baute sie in ihrer siebenjährigen Tätigkeit die Mitgliederstrukturen neu auf, warb Förderer an, knüpfte Kontakte und organisierte gemeinsam mit Renate von Metzler große Fundraisingveranstaltungen. Unvergessen sind etwa der Abend über die Familie Rothschild mit dem Historiker Fritz Stern oder der Vortrag des Publizisten Frank Schirrmacher über Bildung in Deutschland.

Reiss Stiftung im Fokus

Seit Juli 2025 betreut Nike von Wersebe hauptberuflich die Dr. Elmar und Ellis Reiss Stiftung als geschäftsführende Vorständin. Die Stiftung fördert Wissenschaft, Forschung und das öffentliche Gesundheitswesen in den Bereichen Psychiatrie, Neurologie und seltene Erkrankungen. Dies umfasst auch Einrichtungen, die der Suizidbekämpfung sowie der Prävention und Bekämpfung anderer psychischer Erkrankungen dienen. »Ich merke in Gesprächen immer wieder, wie viele Menschen hiervon betroffen sind«, sagt sie. Die inzwischen selbstständige Reiss Stiftung finanziert unter anderem die Frankfurter Suizid-Hotline, erforscht Autismus bei Kindern und fördert die Stiftungsprofessur »Pädiatrische Epileptologie« über 5 Jahre, zudem auch eine mehrjährige Studie zu den psychosozialen Effekten interaktiver Hauskonzerte für Menschen mit Demenz. Künftig wird Nike von Wersebe die Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität als kooptiertes Mitglied im Vorstand weiterhin mit großer Freude unterstützen.

Autorin: Heike Jüngst

Relevante Artikel

Hightech mit Herz

Sensortechnologie von MimoSense macht Pflege smarter und menschlicher Die Geschichte des Startups MimoSense zeigt, wie aus Spitzenforschung marktreife Innovationen entstehen

goethe@home-Team: Dawid Mierzwa, Pelin Gül Köse, Stella Schlimmer, Sanja Rocic und Klara Kallouz; Foto: Universitätsklinikum

Goethe@Home – Pflege, die nach Hause kommt

Ambulanter Pflegedienst der Universitätsmedizin verbindet Menschen und Wissen Seit April 2025 bringt der ambulante Pflegedienst goethe@home medizinische Versorgung  direkt in

Nicht jede Erfahrung muss man selbst machen

Alumni-Netzwerk unterstützt Mentoring-Programm GROW@Goethe Vor einer Alpenüberquerung liest man in der Regel die Empfehlungen erfahrener Wanderer. Beim Übergang vom Studium

Daten und Demokratie

Im »Center for Critical Computational Studies« (C³S) treffen Algorithmen auf gesellschaftliche Verantwortung Digitale Technik verändert unsere Welt rasant. Doch wer

Öffentliche Veranstaltungen

„So notwendig, so wichtig“

Bei einer Konferenz zum „Landjudentum“ wurde der erste Band des Synagogengedenkbuches Hessen präsentiert. Das Werk befasst sich mit Synagogen und

You cannot copy content of this page