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Diversität und Diskurs / Antisemitismus. Erinnerungskultur. Demokratie. / Wie (un-)politisch ist die Universität?

4. Juni 2024, 18:00 bis 20:00

In welchem Verhältnis Wissenschaft zu den vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart steht, ist in jüngerer Zeit immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen. Auf der einen Seite steht Wissenschaft für eine neutrale und objektive Beobachtung ihrer ‚Forschungsgegenstände‘, auf der anderen Seite kann sie sich den Normen und ethischen Implikationen, die diesen Gegenständen gesellschaftlich vorgegeben sind, nicht entziehen.

Dies gilt einmal mehr unter den Bedingungen gesellschaftlicher Diversität und der mit ihrer verbundenen Perspektivenvielfalt auf die drängenden Krisenerfahrungen der Gegenwart. Die Themen Antisemitismus und Rassismus, Migration und Klimawandel, Geschlechterordnungen und die Legitimationskrise liberaler Demokratie, aber auch die weltweit zu verzeichnenden kriegerischen Konflikte stehen im Kontext einer Polarisierung und Moralisierung mediatisierter Öffentlichkeit(en), in die auch wissenschaftliche Diskurse verwickelt sind.

Kann bzw. soll sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen konflikthaften Themen einer Polarisierung und Moralisierung wirksam entziehen? Wie lässt sich der Balanceakt zwischen wissenschaftlicher Distanzierung und politischer Positionierung, wie die Spannung zwischen moralischer Abstinenz und Involviertheit gestalten? Wo liegen die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Aufklärung solcher Krisen- und Konfliktlagen und welche Grenzen sind ihr dabei gesetzt. Diese Fragen möchte die Vorlesungsreihe entlang der folgenden drei Forschungsfelder Erinnerungskultur, Antisemitismus und Demokratie diskutieren.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein

Prof. Dr. Doron Kiesel
Zentralrat der Juden in Deutschland

Prof. Dr. Wolfgang Meseth
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ringvorlesung vom 28. Mai bis 9. Juli 2024, Dienstag von 18–20 Uhr, Frankfurt am Main, Hörsaalzentrum Westend, HZ 6

Programm

28. Mai 2024 | Grußwort
Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Funktion, Leistung, Übersetzung. Wissenschaft und Politik zwischen gegenseitiger Enttäuschung und Erwartung
Prof. Dr. Armin Nassehi, Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

4. Juni 2024 | Jenseits von Singularität und Multidirektionalität – Plurale Erinnerungskultur als gesellschaftliche Herausforderung
Prof. Dr. Frederek Musall, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

11. Juni 2024 | Lassen sich Erfahrungen „teilen“, Perspektiven „übernehmen“? Über Imagination, Tribalismus und Erinnerungskultur
Prof. Dr. Markus Rieger-Ladich, Universität Tübingen

18. Juni 2024 | Definitionen und Diversity. Antisemitismusforschung zwischen Politik, Polarisierung und Praxis
Dr. Sina Arnold, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

25. Juni 2024 | Bildung und Judenhass. Historische und aktuelle Perspektiven auf den Umgang von Universitäten mit Antisemitismus
Dr. Sebastian Voigt, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

2. Juli 2024 | Krieg und gesellschaftliche Krisen. Was heißt es heute, Politische Wissenschaft zu betreiben?
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Peace Research Institute Frankfurt / Goethe-Universität Frankfurt am Main

9. Juli 2024 | Wie (un-)politisch ist die Universität?
Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christian Wiese, Goethe-Universität Frankfurt a. M., Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Jüdisches Museum Frankfurt a. M., Prof. Dr. Sabine Andresen, Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Details

Datum:
4. Juni 2024
Zeit:
18:00 bis 20:00
Serien:
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Campus Westend / Hörsaalzentrum
Theodor-W.-Adorno-Platz 5
Frankfurt, Hessen 60323 Deutschland
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