Der Fachinformationsdienst Germanistik geht an den Start

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert Projekt FID in den nächsten drei Jahren mit insgesamt rund 880.000 Euro inkl. Programmpauschale.

Nun bekommt auch die Germanistik, das personenstärkste geisteswissenschaftliche Fach, einen eigenen Fachinformationsdienst: Kurz vor Weihnachten traf die Bewilligung des Förderantrags an die DFG ein, für den die Frankfurter Universitätsbibliothek verantwortlich zeichnet. Die über sechs Jahrzehnte währende Germanistik-Tradition der UB Frankfurt als ehemals DFG-unterstützte Sondersammelgebietsbibliothek findet damit im zeitgemäßen Rahmen ihre Fortsetzung bis mindestens 2020.

Der FID Germanistik sieht Publizieren, Partizipieren, Recherchieren und Forschen als die zentralen Aktivitäten philologischer Praxis, für die innerhalb eines neu zu etablierenden Portals die entsprechende Infrastruktur angeboten werden soll. Publizieren wird mittels eines Publikationsservers sowie über einen Hosting-Service auf Basis der Software Open Journal System (OJS) vorangetrieben. Kooperationsvereinbarungen hierfür bestehen u.a. mit renommierten Institutionen wie etwa dem Freien Deutschen Hochstift, literarische Gesellschaften wie der Rilke-Gesellschaft sowie mit dem Online-Verzeichnis der Hochschulgermanistik. Ein hohes Maß an Interaktionsmöglichkeiten zwischen Bibliothek und Wissenschaft ist unerlässlich für den Erfolg eines serviceorientierten FID.

Partizipieren können soll man am FID auf vielfältige Weise, wofür niederschwellige Rückmeldemöglichkeiten wie auch Angebote zur Nutzerinformation geschaffen werden. Mit Unterstützung von studiumdigitale, der zentralen E-Learning-Einrichtung der Goethe-Universität, wird ein Online-Tutorial erarbeitet, das über aktuelle digitale, fachspezifische Arbeitspraktiken orientieren soll. Recherche-Werkzeug, Speicher für Forschungsergebnisse und zentrale Anlaufstelle bildet das innerhalb des Faches gut eingeführte Portal „Germanistik im Netz (GiN)“. Dieses wird um singuläre Inhalte und neue Funktionalitäten erweitert. Geboten werden künftig auch Nachweise von Archivbeständen (über das Portal Kalliope), umfassende Volltexte (u.a. über das Deutsche Textarchiv) sowie weitere Fachinformationen auf einen Klick. Als zusätzliche forschungsorientierte Dienstleistung des FID Germanistik soll ein Text-Mining-Werkzeug entwickelt werden. Über die diachrone Analyse bibliografischer Daten sollen so Aufschlüsse darüber gewonnen werden, wie sich Arbeitsfelder, Methoden, Netzwerke in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt haben.

Quelle: Pressemitteilung vom 1. Februar 2018

Relevante Artikel

Öffentliche Veranstaltungen

Standpunkte

Liebe Alumni und Alumnae, liebe Freundinnen und Freunde der Goethe-Universität, wir sind EXCITEd – dürfen wir Sie mit unserer Begeisterung

Wo Jura-Alumni zusammenhalten

Stütze des Fachbereichs – der Alumni-Verein Rechtswissenschaft Wer an der Goethe-Universität Frankfurt Rechtswissenschaft studiert hat, kennt den besonderen Spirit dieses

Gemeinsam Verdi erleben

Musik verbindet Generationen – Alumni-Stimmen in der Universitätsmusik Es geht um Musik, die mehr will als gefallen: Es geht um

Wenn Haltung Raum bekommt

Privates Engagement an der Goethe-Universität ermöglicht Nachhaltigkeitsprojekt Auf den Campi der Goethe-Universität wachsen kleine Wäldchen, die mehr sind als Begrünung.

Alumni im Porträt: Friederike von Bünau

Im Gespräch mit Friederike von Bünau, Generalsekretärin des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen Als Generalsekretärin des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen steht sie für

Ein Wendepunkt der modernen Genetik

Davor Solter und Azim Surani erhalten den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2026 Glossar Epigenetik: Die Wissenschaft von den Vorgängen,

You cannot copy content of this page