Ivette Fuentes von der Universität Wien bei ihrem Vortrag “Gravity in the quantum lab”. Foto: FIAS

Ivette Fuentes von der Universität Wien bei ihrem Vortrag “Gravity in the quantum lab”. Foto: FIAS

Kosmische Materie und die experimentelle Suche nach der Quantengravitation sind die Schwerpunkte des Symposions, das heute am FIAS begonnen hat. Zwei Wochen lang treffen international anerkannte Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler zusammen.
Viele Jahre schienen experimentelle Messungen der Schwerkraft auf Quantenebene technisch unerreichbar. Doch neue Beobachtungsmethoden und hochpräzise Messungen könnten schon in absehbarer Zukunft erste Erfolge zeigen. Daher hat sich das Giersch International Symposionin diesem Jahr das Thema “Quantengravitation” zum Hauptschwerpunkt gemacht. Die Quantengravitation soll die Quantenphysik mit der Relativitätstheorie vereinigen und damit eine einheitliche Theorie bilden, die alle Elementarkräfte berücksichtigt.

In der ersten Woche des Symposions werden daher Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammenkommen um neueste Erkenntnisse auszutauschen und gemeinsam Möglichkeiten zu diskutieren, experimentelle Beweise für die Quantengravitation zu finden. In der zweiten Woche können die teilnehmenden Studenten und Nachwuchswissenschaftler ihre Kenntnisse in Spezialgebieten, wie Quantenfeldtheorie, Kosmologie oder Big Data, zu vertiefen.

Hierbei stehen ihnen renommierte Wissenschaftler, u.a. der Leibniz- und Lise-Meitner Preisträger Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Stock, der Direktor des Zuse Institutes Berlin Prof. Dr. Alexander Reinefeld und der Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerard ‘t Hooft zur Seite. Gerard ‘t Hooft wird bei einem Festakt am 28. September zum FIAS Senior Fellow Laureatus ernannt.

Das „Giersch International Symposion“ ist die erste Veranstaltung dieser neuen Konferenzserie, ermöglicht durch eine großzügige Spende der STIFTUNG GIERSCH. Sie stellt für die nächsten 3 Jahre insgesamt 300.000€ für die Organisation und Durchführung der Symposien zur Verfügung. Die STIFTUNG GIERSCH engagiert sich schon seit Jahren für die Wissenschaft im Rhein-Main-Gebiet und insbesondere am FIAS. So hat die Stiftung z.B. das Institutsgebäude des FIAS am Frankfurter Campus Riedberg erbaut und die Stiftungsprofessur für „Bioinformatik“ am FIAS und der Goethe-Universität ermöglicht, die im Oktober 2016 ihre Arbeit aufnimmt.

Das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) ist eine interdisziplinäre Forschungsinstitution zur theoretischen Erforschung von komplexen Strukturen in der Natur, die von der Goethe-Universität Frankfurt gegründet wurde und von öffentlichen Geldgebern, Stiftungen und Privatpersonen finanziert wird. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die theoretische Grundlagenforschung in den Gebieten Hirnforschung, Bioinformatik, Computerwissenschaften (Green IT), Systemische Risiken, Astroteilchen- und Schwerionenphysik.

Zum Programm des Giersch International Symposion