Das Comprehensive Cancer-Center-Konsortium des Universitätsklinikums Frankfurt, des Krankenhauses Nordwest und des Universitätsklinikums Marburg wird durch die Stiftung Deutsche Krebshilfe mit 4,2 Millionen Euro vier Jahre lang als Onkologisches Spitzenzentrum gefördert. Auch das Land Hessen unterstützt die Kooperation in diesem und dem nächsten Jahr mit jeweils gut 1 Million Euro aus dem Hochschulpakt. Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt wird bereits seit 2010 als Comprehensive Cancer Center durch die Stiftung Deutsche Krebshilfe unterstützt, jetzt wird Marburg UCT-Partner. Das UCT Frankfurt-Marburg ist eines von bundesweit 14 Onkologischen Spitzenzentren. Das Ziel: Die enge Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und Marburg in Krebsforschung und Krankenversorgung weiter vorzutreiben.

Der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Enrico Schleiff, sagte: „Die Behandlung der vielfältigen und äußerst komplexen Gruppe der Krebserkrankungen stellt auch unsere moderne Medizin auch heute noch vor enorme Herausforderungen. Hier zeigt sich die große Stärke unserer Universitätsmedizin, die Erkenntnisse aus der Forschung schnell in die Behandlung und Versorgung der Patienten umsetzt. Zusammen mit dem Universitätsklinikum Marburg haben wir vor drei Jahren begonnen, eine standortübergreifende Struktur für Krebsforschung und Patientenversorgung in ganz Hessen aufzubauen und zu festigen. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Konzept die von der Stiftung Deutsche Krebshilfe eingesetzte internationale Gutachterkommission überzeugen konnten. Große Unterstützung haben und werden wir durch das Land Hessen erhalten – seit 2019 durch die Förderung des LOEWE-Zentrum Frankfurt Cancer Institute und die namhafte finanzielle Unterstützung des in Planung befindlichen Forschungsbau des Frankfurt Cancer Institute sowie künftig weitere Mittel in Millionenhöhe aus dem Hochschulpakt. Ich wünsche allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen in Frankfurt und Marburg viel Erfolg bei der Umsetzung ihres großartigen Konzepts.“

Die Förderung der Deutschen Krebshilfe erstreckt sich über den Zeitraum von vier Jahren. Eine internationale Gutachterkommission hatte dem UCT Frankfurt-Marburg eine führende Rolle in der Krebsforschung sowie eine ausgezeichnete Versorgungsqualität für Krebspatienten bescheinigt. So haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Frankfurt und Marburg beispielsweise fünf Programme für die laborexperimentelle und klinisch-wissenschaftliche translationale Forschung entwickelt und können in der Krebsforschung standortübergreifend auf Expertisen und modernste technologische Plattformen zurückgreifen. Patientinnen und Patienten profitieren bei komplexen Befunden oder seltenen Tumoren von den gebündelten Diagnostikkompetenzen. Auch die Behandlungsoptionen werden durch die regionale Vernetzung erweitert. So können Patient:innen aus Marburg zum Beispiel an klinischen Studien in Frankfurt teilnehmen, mit dem Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum wiederum stehen Frankfurter Patient:innen zusätzliche Möglichkeiten in der Strahlentherapie offen.

Weitere Informationen: Pressemitteilung, Universitätsklinikum Frankfurt, 3. Februar 2021