Andreas Hackethal, Rainer Haselmann und Maik Schmeling vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften vertreten als Projektleiter die Goethe-Universität im Konsortium „EuroDaT“, das über die nächsten 24 Monate einen neutralen, nicht-kommerziellen Datentreuhänder im Sinne des Data Governance Act (DGA) der EU etablieren wird. Die Goethe-Universität erhält dafür vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) rund 2,1 Mio. Euro.

Prof. Andreas Hackethal

Mit dem Teilprojekt „Bereitstellung von Daten zu Forschungszwecken am Beispiel geldmarktpolitischer Fragestellungen“ (Haselmann/Schmeling) sollen über einen Datentreuhänder Zentralbankdaten für die Forschung erschlossen werden. So könnten erstmals Auswirkungen geldpolitischer Schocks auf die Entscheidungen einzelner Haushalte, Banken und Finanzmarktteilnehmern untersucht werden. Diese Mikro-Perspektive erlaubt auch neue Erkenntnisse zu Verteilungswirkungen von Geldpolitik.

Mit dem Teilprojekt „Haushaltsbarometer“ werden detaillierte Echtzeit-Einblicke in die wirtschaftliche Lage von Privathaushalten möglich – unter Wahrung höchster Standards bei Datenschutz und Datensicherheit. Bürgerinnen und Bürger können ihre Finanzdaten im Treuhänder verschlüsselt speichern und für verschiedene Mehrwertdienste nutzbar machen bzw. in pseudonymisierter Form und auf Widerruf Dritten zur Verfügung stellen. Mit der Gewinnung und Pflege einer repräsentativen Stichprobe von Privathaushalten entsteht ein Haushaltspanel in Echtzeit, das für Öffentlichkeit und Politik, Wissenschaft und Startups/Unternehmen eine neuartige Datengrundlage für bessere gesamt- und einzelwirtschaftliche Lösungen bieten wird.

Weitere Informationen zum GAIA-X Förderwettbewerb finden Sie auf der Website des BMWi.