Rhein-Main-Universitäten schließen erste Förderphase des Fellowship-Programms ab.

Seit 2016 fördert das Mercator Science-Policy Fellowship-Programm der Rhein-Main-Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Mainz den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. In persönlichen Gesprächen können sich Führungskräfte aus dem öffentlichen Sektor, Zivilgesellschaft und Medien mit Forschenden im Rhein-Main-Gebiet austauschen.

Fünf Jahre Austausch zwischen Wissenschaft und Policy-Sektor: Das Netzwerk des Mercator Science-Policy Fellowship-Programms umfasst mittlerweile 157 Führungskräfte, welche seit Programmbeginn über 1.900 Gespräche mit knapp 620 Forschenden an den drei Rhein-Main-Universitäten und weiteren Wissenschaftseinrichtungen in der Region geführt haben.

Professor Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, sieht eine wichtige gesellschaftliche und politische Funktion des Programms: „Spätestens die Corona-Pandemie hat den Bedarf eines kontinuierlichen und ergebnisoffenen Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik, Medien und Zivilgesellschaft aufgezeigt. Solche Dialogmöglichkeiten schafft unser Fellowship-Programm. Der Austausch ist für beide Seiten sehr gewinnbringend: Die Führungskräfte aus der Praxis erhalten Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen, während die mitwirkenden Forschenden Praxisperspektiven auf Ihre Arbeitsgebiete kennenlernen.“

Auch die Präsidentin der TU Darmstadt, Professorin Tanja Brühl betont die Relevanz des Dialogs: „Universitäten kommen so ihrer Aufgabe nach, mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zu interagieren. Wir freuen uns deshalb sehr, Fellows aus so vielfältigen Bereichen wie Ministerien, Medien, Nichtregierungsorganisationen sowie der EU-Kommission und internationalen Organisationen wie der OECD oder den Vereinten Nationen zu haben. Forschende und Fellows diskutieren Themen wie Klimawandel, Digitalisierung oder die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie – Austausch gelingt in beide Richtungen.“

Für Professor Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ist das Fellowship-Programm ein Paradebeispiel für gelungene standortübergreifende Kooperation: „Nur wenige Wissenschaftseinrichtungen weltweit richten solche Dialogprogramme in dieser Größenordnung aus. Dank der Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Mainz sowie zahlreicher außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und weiterer Hochschulen ist das Rhein-Main-Gebiet eine der wichtigsten Wissenschaftsregionen Deutschlands. Im Verbund können wir ein nahezu vollständiges Fächerspektrum anbieten, wovon die Führungskräfte aus der Praxis besonders profitieren.“

Dr. Wolfgang Rohe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, hat das Programm seit seiner Entstehung begleitet: „Das Fellowship-Programm hat sich als sehr effektives Transferformat etabliert, welches für viele Forschende und Führungskräfte aus der Praxis häufig erstmalig einen strukturierten Dialog ermöglicht. Wir benötigen mehr Austausch zwischen Wissenschaft und Politik auf allen Ebenen. Wir beglückwünschen die Rhein-Main-Universitäten zu diesem schönen Jubiläum und freuen uns auf die Weiterführung des Dialogs in den nächsten fünf Jahren!“

Ende 2021 endet die erste Förderphase des Mercator Science-Policy Fellowship-Programms. Das Programm wird bis Anfang 2026 weiterhin von der Stiftung Mercator gefördert. Weitere Informationen zum Fellowship-Programm und den ausrichtenden Wissenschaftseinrichtungen finden Sie unter https://www.uni-frankfurt.de/science-policy.

Weitere Informationen unter www.rhein-main-universitaeten.de

Über die RMU: Die Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Technische Universität Darmstadt bilden als renommierte Forschungsuniversitäten die länderübergreifende strategische Allianz der RHEIN-MAIN-UNIVERSITÄTEN. Mit einer Rahmenvereinbarung im Dezember 2015 wurde diese bereits langjährig bestehende Partnerschaft zur strategischen Allianz ausgebaut, um die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Universitäten zu stärken, gemeinsam Studienangebote zu verbessern und Wissenstransfer und Vernetzung mit der Gesellschaft und Politik zu gestalten.