Ob sich gefährliche Kettenvipern durch den Geruch einer anderen Schlangenart, der Bänderkrait, vertreiben lassen, untersucht ein Forschungsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit der East Yangon University in Myanmar und dem Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie in Jena. Die hoch giftigen Kettenvipern treffen in Reisfeldern vieler Regionen Asiens auf Arbeiterinnen und Arbeiter und sind sehr gefürchtet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um den Projektleiter und Schlangenexperten Dr. Ulrich Kuch vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Goethe-Universität untersuchen, ob sich Berichte der Landbevölkerung bestätigen lassen und der Geruch einer Bänderkrait-Schlange die Kettenvipern vertreibt. Die ebenfalls giftige Bänderkrait frisst unter anderem Kettenvipern.

Geschätzt: Die Bänderkrait, deren Geruch womöglich Kettenvipern vertreibt. Weil sie selten Menschen beißen, wird mit Bänderkraits oft sorglos umgegangen, obwohl auch sie ein tödliches Gift besitzen. (Foto: Dr. Ulrich Kuch)
Gefürchtet: Die giftige Kettenviper. Das Foto zeigt die Westliche Kettenviper, Daboia russelii (Foto: Dr. Ulrich Kuch)

Mehr zum Projekt auf der Seite der Volkswagenstiftung, die das Projekt im Rahmen ihrer Förderinitiative „Experiment!“ unterstützt „Die Allianz mit dem Schlangenkönig“