Brennpunkt Jerusalem: Im Streit um die „heilige Stadt“ scheinen die religiös-kulturellen Konflikte des Nahen Ostens zu kulminieren. Foto: Gemenacom/Shutterstock

Frankfurter Projekt befasst sich mit der Rolle widerstreitender Narrative bei einem scheinbar unlösbaren Konflikt

Der künftige Status Jerusalems ist einer der großen Streitpunkte im Nahostkonflikt: Sowohl Israelis als auch Palästinenser beanspruchen die Stadt als Hauptstadt. Dieser Streit hat eine starke religiöse Komponente: Jerusalem ist eine heilige Stadt für Juden, Muslime und Christen. Dass U.S.-Präsident Donald Trump Jerusalem 2017 als Hauptstadt Israels anerkannt hat, hat die Lage noch schwieriger gemacht. Von einigen israelischen Politikern als Schritt in Richtung Frieden gefeiert, entfachte die Entscheidung gewaltsame Auseinandersetzungen christlicher und muslimischer Palästinenser mit der israelischen Armee.

Die Wurzeln dieses als „unlösbar“ bezeichneten Konflikts reichen tief. Widerstreitende Narrative auf beiden Seiten spielen eine große Rolle dabei. Jede der am Konflikt beteiligten Gemeinschaften ist überzeugt, die „echte Geschichte“ für sich beanspruchen zu können; der Gegenseite wird unterstellt, sie hänge einer vorurteilsvollen oder gar falschen Erzählung an.  Ein aus dem Frankfurter LOEWE-Forschungsschwerpunkts „Religiöse Positionierung: Modalitäten und Konstellationen in jüdischen, christlichen und islamischen Kontexten“ hervorgegangenes Projekt soll die Bedeutung religiös und/oder national begründeter kollektiver sozialer Erzählungen für die Identität der jeweiligen Gemeinschaft untersuchen.

Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Dr. Nina Fischer und der Judaist und Religionswissenschaftler Prof. Christian Wiese erläutern in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Forschung Frankfurt“, um welche Erzählungen es hierbei geht und wo Lösungen ansetzen könnten.

Die neue Ausgabe von Forschung Frankfurt zum Thema „Konflikt! Zwischen Eskalation und Schlichtung“ erscheint am 24. Juni.
Am Mittwoch, dem 26. Juni, erhalten Sie das Heft kostenlos an unserem Stand vor dem Hörsaalgebäude zwischen 9:30 und 14:15 Uhr. Danach können Sie das Heft für 6 Euro (4 Euro für Studierende) im Campus Shop kaufen.
Oder sichern Sie sich ein Abo (jährlich zwei Ausgaben für 12 Euro; Studierende 8 Euro) unter: Bestellformular.
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