Wissenschaftsrat befürwortet Neutronenquelle HBS-I

Der Wissenschaftsrat hat die wissenschaftliche und strategische Bedeutung der geplanten Neutronenquelle High Brilliance Neutron Source hervorgehoben, an deren Entwicklung die Goethe-Universität beteiligt ist. In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme empfiehlt er ausdrücklich, die erste Stufe der Anlage, kurz HBS-I, am Forschungszentrum Jülich umzusetzen.

Blick ins Innere einer Targetstation, die für HBS-I genutzt werden wird. (c) Forschungszentrum Jülich

Die Empfehlung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer neuen nationalen Neutronenquelle, die das Forschungszentrum Jülich gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon und der Goethe-Universität Frankfurt entwickelt. Zugleich sendet sie ein starkes Signal für die Zukunft der Neutronenforschung in Deutschland und Europa, die angesichts rückläufiger Kapazitäten vor erheblichen Herausforderungen steht.

Die HBS-I basiert auf einem effizienten, beschleunigerbasierten Konzept. Im Unterschied zu klassischen Forschungsreaktoren kommt sie ohne nukleare Brennstoffe aus. Die Technologie erzeugt hochbrillante Neutronenstrahlen mit kleinem Querschnitt, die Untersuchungen an sehr kleinen Proben ermöglichen. Damit lassen sich Struktur, Dynamik und Magnetismus von Materialien auf atomarer und molekularer Ebene analysieren – von der Grundlagenforschung in Physik, Chemie und Biowissenschaften bis hin zu industriellen Anwendungen.

Quelle und weitere Informationen: Presseinformation des Forschungszentrum Jülich

Relevante Artikel

Öffentliche Veranstaltungen

You cannot copy content of this page