Die drei vom Erweiterten Senat gewählten neuen Präsiden: Prof. Bernhard Brüne, Prof. Michael Huth, Prof. Christiane Thompson mit Unipräsident Prof. Enrico Schleiff (v.l.n.r)

Die Goethe-Universität hat drei neue Vizepräsident*innen. Der Erweiterte Senat wählte am 15. Februar 2021 Prof. Dr. Christiane Thompson als Vizepräsidentin für Lehre, Studium, Weiterbildung, Prof. Dr. Bernhard Brüne als Vizepräsidenten für Nachwuchs, Forschung und Transfer sowie Prof. Dr. Michael Huth als Vizepräsidenten für Qualitäts- und Organisationsentwicklung für eine Amtszeit von drei Jahren. Nach einer Übergangszeit mit den noch amtierenden Präsiden im April kann das neue Präsidialteam dann ab 1. Mai 2021 mit seiner Arbeit starten. Komplettiert werden soll das Präsidialteam zu einem etwas späteren Zeitpunkt noch durch eine*n hauptamliche*n Vizepräsidenten*in, die*der in der Rolle einer*s CIO (Chief Information Officer) ebenfalls durch den Erweiterten Senat gewählt wird. Die Position war öffentlich ausgeschrieben worden.

Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff freut sich über die erfolgreiche Wahl: „Ich danke dem Erweiterten Senat für das in die neuen Präsiden gesetzte Vertrauen. In den verglichen mit dem Vorgängerpräsidium neuen Profilen bildet sich zugleich die inhaltlich-strategische Schwerpunktsetzung unserer künftigen Präsidiumsarbeit ab, auf die ich mich sehr freue. Ich bin überzeugt, dass diese inhaltlichen und strategischen Schwerpunktsetzungen helfen, das Forschungs- und Entwicklungspotenzial der Goethe-Universität noch besser zu mobilisieren. Zu diesen Kernfeldern zählen auch Internationalisierung, Diversität sowie gesellschaftliches Engagement für eine sich stark wandelnde Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.“

Schleiff dankte dem bisher amtierenden Präsidialteam für seinen unermüdlichen Einsatz: „In der Corona Pandemie hat sich zuletzt einmal mehr gezeigt, mit welcher hohen Professionalität und Beharrlichkeit alle Mitglieder des Präsidiums in einem intensiven Zusammenspiel mit Fachbereichen, Studierenden und Verwaltung die Goethe-Universität trotz aller Widrigkeiten auf Kurs gehalten haben. Dafür bin ich sehr dankbar, ebenso für die erfolgreiche inhaltliche Arbeit, die die Vizepräsident*innen in den letzten Jahren auf ihren Feldern geleistet haben.

Prof. Dr. Bernhard Brüne, Fachbereich Medizin, Institut für Biochemie I

Prof. Dr. Bernhard Brüne hat an der Universität Tübingen Biochemie studiert und an der Universität Konstanz promoviert. Nach Auslandsaufenthalten in den USA (GlaxoSmithKline) und in Schweden (Karolinska-Institut) erfolgte 1993 die Habilitation in Konstanz. Nach Professuren in Erlangen-Nürnberg und Kaiserslautern leitet er seit 2004 das Institut für Biochemie I am Fachbereich Medizin. Brünes Forschungsschwerpunkte sind Mechanismen der angeborenen Immunität mit Bezug auf Sauerstoffmangel und Lipidsignalmolekülen. Neben der curricularen Lehre für Human- und Zahnmediziner beteiligt sich Brüne an der Graduiertenausbildung und dem Studiengang Molekulare Medizin. Zudem leitet er seit 12 Jahren den Sonderforschungsbereich (SFB) 815 (Redox-Regulation) und seit 2017 das DFG-geförderte Graduiertenkolleg 2336 (Auflösung von Entzündungen). Derzeit ist er Forschungsdekan am Fachbereich 16, zuvor war Brüne sieben Jahre Studiendekan für die Vorklinik im Fachbereich Medizin.

Prof. Dr. Michael Huth, Fachbereich Physik, Physikalisches Institut

Prof. Dr. Michael Huth ist seit 2002 Professor für Experimentelle Festkörperphysik an der Goethe-Universität und beschäftigt sich mit Materialien, in denen Wechselwirkungen zu einem komplexen Vielteilchenverhalten führen. Die Eigenschaften komplexer Systeme zu verstehen und durch gezielte Beobachtung und Analyse Strategien zu ihrer gezielten Beeinflussung zu finden, ist der Hauptantrieb seiner wissenschaftlichen Arbeit. Huth war Geschäftsführender Direktor des Physikalischen Instituts sowie Prodekan und Dekan des Fachbereichs Physik der Goethe-Universität. 

Prof. Dr. Christiane Thompson, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Christiane Thompson forscht und lehrt seit 2014 an der Goethe-Universität. Frühere Stationen waren u.a. die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Universität Fribourg (CH). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind insbesondere die Bildungstheorie und kulturwissenschaftliche Bildungsforschung. Ein wichtiger Forschungsgegenstand ist zudem die Universität selbst: Thompson hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den Lehr- und Studienkulturen nach ‚Bologna‘ befasst. Aktuell bildet die akademische Redefreiheit einen wichtigen Schwerpunkt. Thompson war Prodekanin des FB Erziehungswissenschaften, geschäftsführende Direktorin im Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft, Mitglied im Beirat der Lehre sowie der Senatskommission „W-Besoldung“.