Prof. Volkhard Kempf, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum der Goethe-Universität. Foto: privat

Der Frankfurter Mediziner hat für seine Forschung zu „Menschlichen Organ-Infektionsmodellen als möglichen Ersatz von Tierversuchen“ den Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis der Ludwig-Maximilians-Universität München erhalten.

Prof. Volkhard ist Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene und Leiter des Universitären Zentrums für Infektionsmedizin. In seiner preisgekrönten Arbeit hat er ein Nabelschnur-Infektionsmodell für die infektionsbiologischen Grundlagenforschung etabliert. Die an menschlichen Zellen gewonnenen Erkenntnisse reduzieren die Zahl der Tierversuche und können sie möglicherweise auch ersetzen. Zudem gibt es nicht das Problem der eingeschränkten Übertragbarkeit von Erkenntnissen aus Tierinfektionsmodellen auf den Menschen.

Den mit maximal 30.000 Euro dotierten Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis vergibt die Ludwig-Maximilians-Universität München in der Regel alle zwei Jahre. Sie ehrt damit hervorragende, experimentelle und innovative wissenschaftliche Arbeiten, deren Ziel es ist, Tierversuche zu ersetzen oder einzuschränken, den Tierschutz generell zu fördern, die Gesundheit und tiergerechte Unterbringung von Versuchs-, Heim- und Nutztieren zu gewährleisten oder die Grundlagenforschung zur Verbesserung des Tierschutzes zu unterstützen. Neben dem Hauptpreis an Prof. Kempf gingen die Juniorforschungspreise an Dr. Paulin Jirkof vom Universitätsspital Zürich und Dr. Saskia Stucki von der Universität Basel.