Edina Pasztor (2. v. r.) mit Uni Präsidentin Birgitta Wolff (r.), Almut Rhode (l.) und Anne Peltner. Fotos: Lecher

Edina Pasztor (2. v. r.) mit Uni Präsidentin Birgitta Wolff (r.), Almut Rhode (l.) und Anne Peltner; Fotos: Lecher

Studierende aus Chile und Ungarn wurden Anfang dieses Jahres beim Neujahrsempfang für internationale Wissenschaftler mit dem DAAD-Preis ausgezeichnet

Im feierlichen Rahmen des Neujahrsempfangs wurde Anfang Februar im Gästehaus der Uni durch Unipräsidentin Birgitta Wolff und Almuth Rhode (International Office) der DAAD-Preis 2015 der Goethe-Universität vergeben. Als beste ausländische Studierende wurde Rebecca Renee Silva ausgezeichnet. Der zum ersten Mal verliehene Goethe-Uni-Preis für herausragendes Engagement ausländischer Studierender ging an Edina Pasztor.

Beide Preise sind mit 1000 Euro dotiert. Mit der Verleihung der beiden Preise soll einer breiteren Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, welche Bereicherung ausländische Studierende für die Hochschulgemeinschaft darstellen. An der Goethe-Uni sind derzeit 7300 Studierende und Promovierende mit ausländischem Pass eingeschrieben, davon haben 4700 Studierende ihren Hochschulzugang im Ausland erworben.

Die in Chile geborene DAAD-Preisträgerin Silva wurde von Prof. Cornelia Rosebrock am Fachbereich 10 für ihre herausragenden Leistungen im Master-Studium Deutsche Literatur nominiert, das sie nach ihrem Bachelorstudium in Maine, USA aufgenommen hatte. Prof. Rosebrock würdigte neben ihren ausgezeichneten Studienleistungen und ihrem Einsatz am Fachbereich in Projektgruppen, Forschungskolloquien und als Tutorin ihren Fleiß und ihre Sorgfalt bei der wissenschaftlichen Erarbeitung von Themen.

Diese zeigten sich in besonderer Weise in ihrer empirischen literaturdidaktischen Masterarbeit. Frau Silva erhielt 2014/15 bereits das Deutschlandstipendium an der Goethe-Uni und hat sich über die Hochschule hinaus in schulischen und außerschulischen Bildungsprojekten eingebracht, so an einer zweisprachigen Grundschule oder im Programm „Fußball trifft Kultur“, einem Leseförderprogramm von Kindern mit Migrationshintergrund.

Rebecca Renee Silva; Foto: Lecher

Rebecca Renee Silva; Foto: Lecher

Die aus Ungarn stammende Preisträgerin für herausragendes Engagement, Edina Pasztor, war von Prof. Tanja Brühl am Fachbereich 03 vorgeschlagen worden. In der Laudatio, die Anne Peltner hielt, wurden Pasztors bemerkenswerten akademischen Leistungen und der ungewöhnlich hohe Umfang und die hohe Qualität ihres Engagements gewürdigt, das in vielfältiger Weise im internationalen Kontext an der Goethe-Uni liegt.

Pasztor habe zum Beispiel durch ihr Mitarbeit bei der National Model United Nations Konferenz für die Delegation der Goethe-Universität hohe Standards gesetzt und durch ihren Einsatz und ihre bereichernden Ideen im International Office den Studienbeginn der internationalen Master-Studierenden wesentlich verbessert.

Auch durch ihre weiteren Aktivitäten, unter anderem bei der studentischen Initiative Academic Experience Worldwide und im Academic Welcome Program for highly qualified refugees, engagiere sie sich für die Belange von internationalen Studienbewerbern mit Fluchthintergrund weit überdurchschnittlich.

Pasztor kam im Herbst 2013 für ihr Masterstudium Internationale Studien und Konflikt- und Friedensforschung nach Frankfurt. Auch sie erhielt bereits das Deutschlandstipendium, das ihren überdurchschnittlichen Studienverlauf dokumentiert. Der Neujahrsempfang durch zdie Präsidentin gilt für die Gemeinschaft der internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Goethe-Uni als einer der Höhepunkte im universitären Jahresablauf.

In ihrer Neujahrsrede ging Präsidentin Wolff auf ihre eigenen Auslandserfahrungen als Wissenschaftlerin ein und hob ganz besonders den großen Stellenwert von Internationalisierung für die 2016 anstehende erneute Bewerbung um die Bundesmittel aus der Exzellenzinitiative zur Förderung von Wissenschaft und Forschung hervor.

Sehr zur Freude der anwesenden Wissenschaftler gab die Präsidentin bekannt, dass der Fortbestand des Goethe Welcome Centre (GWC) und seines Willkommensservice ab 2016 durch eine Verstetigung der Finanzierungsmittel gesichert werden konnte.

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 2.16 des UniReport erschienen [PDF]