Die Hessenbox ist ein Cloudspeicherdienst, mit dem Mitarbeitende und Studierende der Goethe-Universität einfach und sicher Dokumente miteinander teilen können. Sensible wissenschaftliche Daten werden dabei geschützt. Jetzt wurde die Hessenbox weiterentwickelt.

Pünktlich zum ersten Geburtstag gab es nun ein Upgrade für die lokale Installation des Sync- und Sharedienstes auf eine neue Majorversion, die signifikante Änderungen mit sich bringt. Bei diesem Schritt ging es vor allem um die Vorbereitung einer hessenweiten Version des Cloudspeicherdienstes. »Das Upgrade ist insgesamt sehr gut verlaufen«, sagt Markus Michalek, der im HRZ für den Hessenbox-Server mitverantwortlich ist. Für die User der Hessenbox hat sich im Wesentlichen der Login und das Web-Interface geändert (siehe Infobox). Zudem gibt es gute Nachrichten für die Nutzer von Apple-Geräten: Der iOS Client funktioniert wieder. Bis es eine einzige Version des Cloudspeicherdienstes an hessischen Universitäten und Hochschulen gibt, müssen allerdings weitere Softwareanpassungen vorgenommen werden.

Digitale Kooperation zwischen hessischen Universitäten vereinfacht

Mehr als 250.000 Studierende, wissenschaftliche und administrative Mitarbeitende der 13 staatlichen hessischen Universitäten und Fachhochschulen verwenden bereits die Hessenbox in Form von lokalen Installationen, um Projekte, Forschungsergebnisse oder andere wichtige Daten zu bearbeiten, zu kommentieren und mit anderen zu teilen. Die Kooperation mit externen Partnern wird dadurch erleichtert, die Zusammenarbeit mit Industrie und Wirtschaft und der Wissenstransfer gefördert und vereinfacht. Dabei werden die Daten grundsätzlich verschlüsselt übertragen und nach deutschen Datenschutzbestimmungen auf deutschen Servern gespeichert. Außerdem erhalten Studierende und Beschäftigte der hessischen Hochschulen kostenlosen Speicherplatz (100 GB) in der Cloud. Die Dokumente sind automatisch immer auf dem neuesten Stand und können sowohl auf dem eigenen PC als auch auf mobilen Endgeräten wie Notebooks, Tablets oder Smartphones abgerufen werden.

Sync & Share Lösung perspektivisch – bundesländerübergreifende Kooperation denkbar

Nächster Schritt ist eine Hessenbox-Version, welche die hessenweite Föderation von Universitäten und Fachhochschulen finalisiert. Dokumente, die zwischen zwei universitären Kooperationspartnern geteilt werden, hängen dann nicht mehr von einer lokalen (Uni-eigenen) Clientinstallation ab, stattdessen gibt es für alle nur noch eine Hessenbox-Installation. Zukünftig werden damit alle Daten, auf die Studierende oder Mitarbeitende auch an anderen Institutionen innerhalb der Hessenbox Zugriff haben, auch im lokalen Client und der eigenen Browseransicht eingeblendet.

Perspektiv gesehen könnte es außerdem zu einer Kooperation mit anderen Bundesländern kommen, denn die hinter der Hessenbox stehende File Sync & Share-Lösung ist führend im deutschen Bildungs und Forschungswesen. So setzen auch bereits die 350.000 Studierenden und 100.000 Mitarbeiter aller Hochschuleinrichtungen in Baden-Württemberg (bwSync&Share), die 250.000 Studierenden und Mitarbeiter der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU), der Ludwig-Maximilians Universität München (LMU) und der Technischen Universität München (TUM) in Bayern (Bayern Cloud plus 20 weitere Einrichtungen) sowie die TU Braunschweig und die Universität Rostock (20.000 Nutzer) auf diesen Cloudspeicherdienst. Insgesamt sind das inzwischen über eine Million Nutzer an weit über 100 Hochschulen in Deutschland. Im europäischen Raum ist zudem die University of Birmingham mit über 30.000 Studierenden dazu gekommen. Dies eröffnet weitere Wege zur digitalen Kooperation.

Was ändert sich für Beschäftigte und Studierende?
Für Studierende und Mitarbeitende der Goethe-Universität bedeutet das Upgrade, dass sie sich seit dem 14. Oktober wie bei eduroam (der sicheren WLAN-Verbindung) mit Ihrem Login und der E-Mail-Adresse »@uni-frankfurt.de« anmelden müssen, um eine klare Zuordnung zur jeweiligen Universität oder Hochschule in Hessen zu ermöglichen, da es gleiche Namen an verschiedenen hessischen Hochschulen geben kann. Neu ist zudem, dass der Login-Prozess im Web-Interface jetzt zweistufig ist: Zuerst wird nur der Login eingegeben, anschließend wird auf einer neuen Seite das Passwort abgefragt. Die User müssen schließlich noch den Nutzungsbestimmungen zustimmen, bevor sie mit dem Cloudspeicherdienst arbeiten können. Übrigens: Mit dem Hessenbox-Branding hat das Webinterface einen neuen Look bekommen.

Autorin: Simone Beetz

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 4/19 des Mitarbeitermagazins GoetheSpektrum erschienen.