Seit einigen Jahren befinden sich der private und berufliche Alltag spürbar im digitalen Umbruch. Den Markt erobern fast täglich innovative Konzepte, die sich stetig weiterentwickeln. Lange Zeit war Digitalisierung noch ein Synonym dafür, dass Start-Ups etablierten Unternehmen eine neue Richtung im Wettbewerb vorgeben. Google hat sich in seiner knapp zwanzigjährigen Geschichte von einer anfangs kleinen Suchmaschine, mit Firmensitz in einer Garage, zu einem der größten Anbieter mobiler Software-Lösungen entwickelt, der Branchen und Geschäftsbereiche revolutioniert.

Immer mehr Unternehmen ziehen mit, vom deutschen Mittelständler bis hin zum Großkonzern, und stellen sich mit innovativen, digitalen Geschäftsmodellen neu auf. Sie nutzen vermehrt digitale Technologien, um ihre Position im Wettbewerb zu verteidigen oder zu stärken, und definieren die Regeln, Rollen und Ressourcen neu, um zu den Vorreitern des Umbruchs zu gehören. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich beispielsweise auch Axel Springer zu einem der führenden digitalen Verlage in Europa, der bei Umsatz und Gewinn überwiegend auf Werbung und Dienstleistungen im digitalen Kontext setzt.

Erfolgreiche Autobauer wie BMW oder Mercedes definieren autonomes Fahren, E-Mobility und Mobilitäts-Dienstleistungen als strategische Fokusbereiche. Smart Logistics oder roboter- basierte Automatisierung revolutionieren die Auto- Produktion, plattform-basierte Modelle das Dienstleistungsgeschäft. So will die Handels- und Dienstleistungsgruppe Otto mit seinem e-Commerce auch in Zukunft von der Dynamik des Onlinehandels profitieren, der bei Kunden immer beliebter wird. Die Digitale Transformation revolutioniert unsere Wirtschaft: Berufliche Anforderungen ändern sich, Geschäftsmodelle werden in Frage gestellt, Strategien neu entwickelt.

Diese Veränderung birgt ein enormes Potenzial und stellt Mitarbeiter und Führungsebene von Unternehmen und Institutionen vor die Aufgabe, diese Chancen optimal zu nutzen und unsere digitale Zukunft mit zu gestalten. Neben der fachlichen und sozialen Kompetenz gewinnt die Digitalkompetenz des Führungspersonals von Morgen zunehmend an Bedeutung, um der digitalen Transformation im Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen.

Um Berufstätige mit Managementaufgaben dazu zu befähigen, der rasanten Entwicklung der Digitalen Transformation mit fachlicher und persönlicher Stärke zu begegnen und sich den Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu stellen, hat die Goethe Business School das Angebot an berufsbegleitenden Masterstudiengängen der Goethe-Universität um ein weiteres innovatives Masterprogramm ergänzt: In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften hat die Goethe Business School den Master of Digital Transformation Management (MBA) konzipiert, der ab dem Wintersemester 2017/2018 an den Start gehen soll. Die erste, mit einem Frühbucher-Preisnachlass verbundene Bewerbungsfrist, ist der 1. April 2017.

Übersicht der Bewerbungsfristen mit Frühbucherrabatten:

 

 

 

 

 

Der englischsprachige Weiterbildungsstudiengang richtet sich an (Young) Professionals mit mindestens drei bis fünf Jahren postgradualer Berufserfahrung in allen Industriebereichen, die die digitale Revolution aktiv gestalten und sich zu „Digital Leaders“ entwickeln wollen. Das berufsbegleitende Format ermöglicht den Studierenden eine Vollzeit-Weiterbeschäftigung: Vorlesungen finden während des Semesters im Zweiwochenrhythmus jeweils freitagnachmittags und samstags statt. Dadurch kann das Erlernte von den Studierenden unmittelbar in die Praxis umgesetzt werden.

Der Master of Digital Transformation Management ist hinsichtlich seiner inhaltlichen Ausrichtung und berufsbegleitenden Konzeption in Deutschland einzigartig. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung des praxisorientierten Studiengangs werden klassische Managementkenntnisse mit aktuellen, relevanten Inhalten kombiniert, die auf die digitale Transformation von branchenübergreifenden Arbeitsprozessen und deren Auswirkungen auf strategische Entscheidungen Bezug nehmen. Die Dozenten bringen ihr Know-how aus der Wissenschaft der Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Kassel bzw. aus ihrer Praxiserfahrung der strategischen und praktischen Implementierung digitaler Prozesse in führenden Unternehmen in die Lehre ein und vermitteln Lehrinhalte, die auf den Berufserfahrungen der Studierenden aufbauen.

Die Module der Basisphase des Studiengangs dienen der Vermittlung grundlegender Management-Kenntnisse und deren praktischer Umsetzung in digitalisierten Geschäftsprozessen. Daran anknüpfend werden in der Vertiefungsphase ausgewählte, auf zentrale Besonderheiten der Digitalen Transformation ausgerichtete Managementthemen vermittelt und auf deren Trends, Perspektiven und strategische Chancen angewendet. In der Wahlpflichtphase können Studierende einen individuellen Schwerpunkt setzen und aus einem Portfolio von Modulen wählen, in denen eine ausführliche Auseinandersetzung mit wesentlichen Kernelementen der digitalen Transformation und deren industrieübergreifendem Einfluss auf Geschäftsprozesse erfolgt.

Die Vermittlung eines derart aktuellen, für unterschiedliche Arbeits- und Industriebereiche relevanten und umfassenden Wissens wird in der Regel im Rahmen eines vorangegangenen Studiums nicht gelehrt, ist jedoch für eine erfolgreiche Führungstätigkeit an den Schnittstellen zur digitalen Arbeitswelt unerlässlich. Den Abschluss des Studiengangs bildet die praxisrelevante bzw. projektspezifische Masterarbeit, die sowohl dem erforderlichen wissenschaftlichen Anspruch als auch der Anschlussfähigkeit an die Praxis gerecht werden soll.

[Autorin: Anja Weigt]

Die Nächste Informationsveranstaltung findet am 14. März 2017, 19 Uhr, am Campus Westend der Goethe-Universität statt.

Im Rahmen regelmäßig stattfindender Informationsveranstaltungen beantworten Programmverantwortliche allgemeine und individuelle Fragen rund um den Studiengang und das Bewerbungsverfahren: Anmeldung »

Ausführliche Informationen über den Master of Digital Transformation Management »

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 1.17 (PDF-Download) des UniReport erschienen.