Das Thema prähistorische Konfliktforschung hat angesichts der derzeitigen Kriege in Osteuropa und Westasien eine bedrückende Aktualität gewonnen. Die Alltäglichkeit von Gewalt verschiedenen Ausmaßes, die in den Medien immer wieder aufgegriffen wird, wirft die Frage auf, wie alt dieses Phänomen ist. Gab es schon immer Krieg und gehört er zur nicht abschüttelbaren Ausstattung des Menschen? Oder ist er ein historisches Phänomen und daher auch vermeidbar? Auf diese und weitere Aspekte gehen namhafte Gastwissenschaftler in der öffentlichen Vortragsreihe „Krieg und Gewalt in der Vergangenheit“ des LOEWE-Schwerpunktes „Prähistorische Konfliktforschung“ ein.

Der erste Vortrag von Prof. Heidi Peter-Röcher widmet sich dem Thema „Sklaverei in prähistorischer Zeit?“. Peter-Röcher ist Inhaberin des Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg. In mehreren Publikationen hat sie sich mit Hinweisen auf Krieg und Gewalt in prähistorischer Zeit und außereuropäischen Kulturen beschäftigt.

Krieg und Gewalt in der Vergangenheit

Im LOEWE-Schwerpunkt „Prähistorische Konfliktforschung. Bronzezeitliche Burgen zwischen Taunus und Karpaten“ steht der Krieg der Bronzezeit und seine Infrastruktur im Mittelpunkt der empirischen Forschungen.

Weitere Vorträge in der Reihe „Krieg und Gewalt in der Vergangenheit“:

02. Mai 2018
Gottes Krieger?
Militär und Politik im karolingischen Europa
Dr. Daniel Föller, Goethe-Universität Frankfurt

16. Mai 2018
Fortifications of the Early Bronze Age in the Southern Levant
Dr. Hai Ashkenazi, Universität Tel Aviv

30. Mai 2018
Das Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern
Das älteste Schlachtfeld Europas?
Prof. Thomas Terberger, NLD Hannover

Alle Veranstaltungen finden im Hörsaalzentrum HZ 13 auf dem Campus Westend statt. Beginn jeweils um 18 Uhr.

Quelle: Pressemitteilung vom 13. April 2018