Das Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität veranstaltet eine internationale Konferenz mit dem Titel „The Return of the Aesthetic in American Studies“. Sprecher erörtern unter anderem den Status der Ästhetik in den Wissenschaften und ihr Verhältnis zu Politik, Ökonomie und Gesellschaft.

Die Ästhetik kehrt zurück! Innerhalb der Geisteswissenschaften war die Ästhetik zuletzt ein nebensächliches Forschungsfeld und das Ästhetische wurde häufig als ideologisch belastet oder politisch desinteressiert abgelehnt. Besonders in der Amerikanistik wurde eine anti-ästhetische Haltung in den letzten Jahrzehnten zum Konsens. Seit kurzem ist jedoch ein erneutes wissenschaftliches Interesse an der Ästhetik und ihren Verbindungen zu sozialen, wirtschaftlichen und politischen Sphären erkennbar.

Diese Konferenz leistet eine kritische Bestandsaufnahme dieser Rückbesinnung auf die Ästhetik und erweitert das Feld der Ästhetik-Forschung. Hierzu versammelt sie führende Geisteswissenschaftler aus den USA und Europa. Zwei unterschiedliche Konzeptionen des Ästhetischen stehen im Zentrum des Programms: die eine fokussiert sich auf das Kunstwerk, die andere kehrt zum griechischen Ursprung des Wortes „aisthesis“ zurück und fokussiert sich auf Sinneswahrnehmung im Allgemeinen. In welchem Verhältnis stehen diese beiden Konzeptionen der Ästhetik? Kann die Annahme einer ästhetischen Autonomie der Kunst noch ein utopisches politisches Potential entfalten? Oder ist das Ästhetische—als „aisthesis“—gar eine treibende Kraft des Kapitalismus und Populismus?

„The Return of the Aesthetic in American Studies“ –  29. November bis 1. Dezember 2018:

The Return of the Aesthetic in American Studies

Sprecher*innen sind unter anderen: Walter Benn Michaels, University of Illinois at Chicago, Caroline Levine, Cornell University, Lee Edelman, Tufts University, Elisabeth Bronfen, Universität Zürich, Winfried Fluck, Freie Universität Berlin etc.

Die Konferenz ist öffentlich und die Teilnahme kostenlos. Um Anmeldung unter vatanasomboon@em.uni-frankfurt.de wird gebeten. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

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