blog_plakat_gross_denken-geht-durch-den-magenAm 1. Februar geht es weiter in der Reihe „Denken geht durch den Magen“. Thema des Vortrags von Mita Banerjee: „Der Reis des Lebens: Biopiraterie und Lebenserzählungen in Indien“.

Reis spielt in der indischen Kultur der Gegenwart ebenso wie in der kulturellen Tradition eine zentrale Rolle. Mit dem Reisfest (annaprashan) wird jedes Kind vor seinem ersten Geburtstag in die Gemeinschaft aufgenommen. Was aber geschieht, wenn Reis als kulturelles Gut und Hauptnahrungsmittel auf die globale Praxis der Biopiraterie und des biopatenting trifft? Wie verändert sich unser Denken über das Essen, wenn indische Bauern das Recht, Basmatireis anzubauen, erst vom amerikanischen Megakonzern Monsanto erwerben müssen? Der Vortrag untersucht die Politik der Biopiraterie als eine Form von Biopolitik, und er betrachtet die Lebenserzählungen indischer Bauern als eine Form politischen Widerstands.

Mita Banerjee ist Professorin für Amerikanistik an der Gutenberg-Universität Mainz.

In der Frankfurter Vortragsreihe „Denken geht durch den Magen“ werden sich namhafte Experten aus Ethnologie, Soziologie, Philosophie, Literatur-, Kultur- und Filmwissenschaft sowie Psychologie, Kulturanthropologie und Molekulargastronomie mit den subtilen Verbindungen zwischen „Denken“ und „Essen“ auseinandersetzen. Mehr Informationen zur Vortragsreihe »

Die Vorträge finden, sofern nicht anders vermerkt, mittwochs von 18 bis 20 Uhr im IG-Farben-Haus, Campus Westend, Raum IG 411 statt. Die Vorlesungsreihe wird im Sommersemester 2017 fortgesetzt.