China ist heute – nach den Vereinigten Staaten von Amerika – die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Erde. Die tiefe Integration in die Weltwirtschaft sorgt dafür, dass sowohl die Erfolge als auch die Schwierigkeiten der chinesischen Wirtschaft direkten Einfluss auf das ökonomische Gefüge der gesamten Welt haben. Chinas Aufstieg trägt außerdem dazu bei, die globalen Machtverhältnisse insgesamt zu verschieben.

Diese Ausgangslage bildet den thematischen Hintergrund der diesjährigen Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG. Unter dem Titel „China auf dem Weg zur führenden Wirtschaftsmacht. Sinologische und wirtschaftswissenschaftliche Annäherungen“ ist es das Ziel der interdisziplinären und mit hochkarätigen Expertinnen und Experten besetzten Online-Vorlesungsreihe, einerseits ein allgemeines Bild von der ökonomischen Entwicklung Chinas in historischer Perspektive zu zeichnen, andererseits aber auch speziellere Entwicklungen anzusprechen und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Dabei wird nicht nur Chinas Beziehung zur Weltwirtschaft – als Markt, Wettbewerber und Innovator – beleuchtet, sondern auch die Bedeutung innerchinesischer Politiken und Dynamiken, die von der breiten Öffentlichkeit in den westlichen Industrieländern kaum wahrgenommen werden.

Weiterführende Informationen zur Reihe sowie zur Anmeldung sind unter www.uni-frankfurt.de/deutsche-bank-stiftungsgastprofessur abrufbar.

Die anstehenden Termine im Überblick

Donnerstag, 22. April 2021, 18.15 Uhr
„China: Geschichte, Kultur und Wirtschaft – Eine Podiumsdiskussion“
Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold (Goethe-Universität), Prof. Dr. Iwo Amelung (Goethe-Universität), Prof. Dr. Michael Lackner (Universität Erlangen-Nürnberg)

Donnerstag, 29. April 2021, 18.15 Uhr
„Wirtschaft und die Kunst der großen Zahlen. Wie verlässlich sind Chinas Statistiken?“

Prof. Dr. Dr. Andrea Bréard (Universität Erlangen-Nürnberg)
Moderation: Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold (Goethe-Universität)

Donnerstag, 20. Mai 2021, 18.15 Uhr
„Die Rolle der Eisenbahn in der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas: Von Dampf bis High-Speed“
Prof. Dr. Elisabeth Köll (University of Notre Dame / USA)
Moderation: Prof. Dr. Iwo Amelung (Goethe-Universität)

Donnerstag, 27. Mai 2021, 18.15 Uhr
„Chinas Industrie- und Innovationspolitik: Flaschengeist oder Scheinriese?“
Prof. Dr. Doris Fischer (Universität Würzburg)
Moderation: Prof. Dr. Cornelia Storz (Goethe-Universität Frankfurt)

Donnerstag, 10. Juni 2021, 18.15 Uhr
„Der Kampf um Chinas Wirtschaftsreformen: Historische Wurzeln eines neuen Wirtschaftssystems“
Prof. Dr. Dr. Isabella Weber (University of Massachusetts, Amherst / USA)
Moderation: Dr. Ruth Achenbach (Goethe-Universität Frankfurt)

Donnerstag, 17. Juni 2021, 12.15 Uhr
„China’s Rejuvenation: The Likelihood and Impacts” (in englischer Sprache)
Prof. Dr. Justin Yifu Lin (Universität Peking / China)
Moderation: Prof. Dr. Bertram Schefold (Goethe-Universität Frankfurt)

Donnerstag, 24. Juni 2021, 18.15 Uhr
„The New State Steerage in China” (in englischer Sprache)
Prof. Dr. Barry Naughton (University of California, San Diego / USA)
Moderation: Prof. Dr. Heike Holbig (Goethe-Universität Frankfurt)

Donnerstag, 01. Juli 2021, 12.15 Uhr
„Chinas Wirtschaft und das Ausland: Ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium“
Jörg Wuttke (Handelskammer der Europäischen Union in China)
Moderation: Prof. Dr. Rainer Klump (Goethe-Universität Frankfurt)

Donnerstag, 15. Juli 2021, 18.15 Uhr
„Konfuzianische Unternehmer – Kulturelles Kapital als Erfolgsfaktor?“
Jun.-Prof. Dr. Matthias Niedenführ (Universität Tübingen)
Moderation: Prof. Dr. Moritz Bälz (Goethe-Universität Frankfurt)

Zur Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG

Die Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG wurde im Jahr 1985 ins Leben gerufen. Erklärter Wille der Stifterin ist es, Brücken zu schlagen zwischen Bürgern der Stadt und Region einerseits und der Forschung andererseits, um anhand wissenschaftlicher Expertise und ihrer verständlichen Vermittlung Orientierung in einer Welt der globalen Umwälzungsprozesse zu bieten. In populärwissenschaftlichen Ringvorlesungen und Einzelvorträgen international renommierter Wissenschaftler werden die Wechselbeziehungen innerhalb der Wissenschaften, insbesondere zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, aber auch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beleuchtet.

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Ostasienstudien und dem China-Institut an der Goethe Universität Frankfurt am Main e. V. statt.