Koordinationsgruppe des Projekts The Next Level sowie Gäste der Hessischen Lehrkräfteakademie, des Projektträgers (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR), Projektbeiratsmitglieder –berater/innen.

Anlässlich des Beginns der zweiten Projektphase der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ fand am 12. März an der Goethe-Universität die Auftaktveranstaltung des Projekts „The Next Level: Lehrekräftebildung fächer- und phasenübergreifend vernetzt entwickeln“ statt.

Eingeladen waren neben allen knapp 100 universitätsinternen Projektbeteiligten auch externe Kooperationspartner/inn/en wie Vertreter/inn/en der Hessischen Lehrkräfteakademie. Zudem waren landespolitisch aktive Projektberater/inn/en, Projektbeiratsmitglieder sowie Vertreter/innen des Projektträgers (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR) zu Gast, um den Auftakt des mit 5.66 Mio. Euro geförderten Projekts zu begehen. Ziel der Veranstaltung waren Absprachen zur Gestaltung der Zusammenarbeit bis 2023, insbesondere im Hinblick auf das Thema „Phasenvernetzung & Kooperation“.

Das Vorgängerprojekt Level (2015 –2018), das mit 5,33 Mio. Euro aus BMBF-Mitteln gefördert worden war, und The Next Level zählen zu einer bundesweiten Initiative aus 49 Projekten, die zur Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung beitragen. Leitgedanke ist eine in stärkerem Maße fächer- und phasenübergreifend angelegte Lehrkräftebildung sowie eine engere Verzahnung von Theorie- und Praxiselementen in Verbindung mit empirischer Begleitforschung. Dies wird u. a. durch die Erstellung digitaler Lehr-Lern-Einheiten mit Unterrichtsvideos für den Einsatz in der Lehrkräfteaus-, -fortund -weiterbildung gewährleistet.

In The Next Level wird die Entwicklung, Erprobung und Implementierung von Lehr- und Strukturinnovationen fortgeführt, wobei der Fokus nun verstärkt auf der Vernetzung mit der zweiten (Referendariat) und dritten Phase (Fortbildungen) der Lehrkräftebildung liegt, in der die digitalen Lehr-Lern-Umgebungen in größerem Umfang gemeinsam erarbeitet und eingesetzt werden sollen.

Die Veranstaltung begann mit der Sitzung des Projektbeirats. Prof. Holger Horz, Leiter des Gesamtprojekts und geschäftsführender Direktor der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL), begrüßte die Beiratsmitglieder Prof. Christine Pauli (Université de Fribourg), Prof. Andreas Grünewald (Universität Bremen), Prof. Marc Rittberger (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) und Prof. Bernd Trocholepczy (Goethe-Universität Frankfurt), die nach Berichten seitens der Projektbeteiligten hilfreiche Rückmeldung zu den formulierten Zielen gaben.

Die weiteren externen Gäste stießen am Nachmittag hinzu und wurden von Prof. Roger Erb ebenso herzlich begrüßt wie alle Projektmitarbeitenden. Dabei unterstrich der Vizepräsident für Studium und Lehre den umfangreichen Charakter des Projekts, der sich nicht zuletzt aus den Vernetzungsbestrebungen der Lehrkräftebildungsphasen ergebe. Gute Lehrkräftebildung sei der Goethe-Universität ein wichtiges Anliegen, doch nur die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Personen könne zur optimalen Gestaltung der Lehrkräftebildung führen.

Am Nachmittag nutzten die Projektmitarbeitenden die Möglichkeit, Absprachen zur weiteren Kooperation in thematisch ausgerichteten Fokusgruppen zu treffen. Parallel dazu fanden sich die Mitglieder der Projektkoordinationsgruppe zusammen, um sich in einem offenen Gespräch dem Thema „Phasenvernetzung und Kooperation“ zu widmen. Einleitend dazu dankte Prof. Horz allen Anwesenden für die Gesprächsbereitschaft. Die Auftaktveranstaltung biete die seltene und eminent wichtige Möglichkeit, Ansprüche und Angebote zu formulieren, um den Herausforderungen der Lehrkräftebildung aufeinander abgestimmt zu begegnen.

Andreas Lenz, Präsident der Hessischen Lehrkräfteakademie, wies auf die Notwendigkeit hin, die im Koalitionsvertrag formulierte Zielsetzung einer „Lehrkräftebildung aus einem Guss“ in Zusammenarbeit mit allen Akteurinnen und Akteuren der hessischen Lehrkräftebildung zu deklinieren und Verantwortlichkeiten festzulegen – insbesondere in Bezug auf den Bereich der Fortbildung. Auch Britta Contzen regte seitens des Projektträgers DLR eine hessenweite Vernetzung aller Projekte der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ an.

Die Runde war sich einig, dass die verschiedenen Phasen der Lehrkräftebildung stärker vernetzt werden müssen, insbesondere Aus- und Fortbildung. Darüber hinaus wurden weitere Themen identifiziert, die es gemeinsam zu bearbeiten gelte, u.a. der Umgang mit Quereinsteigern in den Lehrkräfteberuf und der Grundschullehrkräftemangel.

Die Beteiligten äußerten sich beim anschließenden Ausklang ausgesprochen positiv über die konstruktive Gesprächsatmosphäre sowie die zielorientierte Diskussion. So löste die Veranstaltung ihr Versprechen ein, indem sie den Auftakt für weitere Gesprächsanlässe und verbindliche Absprachen bildete. Das Thema „Phasenvernetzung und Kooperation“ wurde dadurch erneut befördert und lässt eine produktive Zusammenarbeit in The Next Level erwarten.

Autorin: Claudia Burger

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 2.19 des UniReport erschienen.