Die diesjährige Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur beschäftigt sich mit dem Thema „Menschliche Organe und Krankheiten im Reagenzglas – Fiktion oder realistische Alternative zum Tierversuch?“. Nathalie Jung erforscht im Rahmen ihrer Doktorarbeit am Institut für Pharmazeutische Technologie der Goethe-Uni die Interaktionen zwischen der menschlichen Haut und Arzneistoffen wie Cremes oder Gele. Dabei interessiert sie sich für den Wirkstofftransport in das Gewebe. Hierfür arbeitet Jung mit exzidierter Humanhaut, das sind OP-Abfälle, die meist aus Adipositas-Operationen, Bauchdeckenstraffungen oder Brustreduktionen stammen.

Warum sich die menschliche Haut für ihre Forschung besser eignet als die tierische Haut und Untersuchungen auch mit Hautmodellen aus dem Reagenzglas möglich sind, erklärt Nathalie Jung außerdem in dem Interview (Audio).

Veranstaltungen

5. Dezember, 9 Uhr | Scientific Symposium Merz-Guest Professorship
„Modeling health and diseases: from in vitro design to future therapies“
Ort: Campus Riedberg, Biozentrum Lecture Hall B 1 | Programm (PDF)

6. Dezember, 10 Uhr | Vorlesung für Studierende
„Modelling health and deseases: from in vitro design to future therapies“
Ort: Campus Riedberg, Otto-Stern-Zentrum, HS 3

6. Dezember, 18 Uhr | Podiumsgespräch für Bürgerinnen und Bürger
Podiumsgäste: Prof. Donald E. Ingber (Founding Director Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering, Harvard University), Prof. Maike Windbergs (Pharmazie, Goethe-Universität), Dr. Martin (Landestierschutzbeauftragte Hessen) und Dr. Stefan Albrecht (Chief Scientific Officer, Merz Pharma) und Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz (Moderation).
Ort: Arkadensaal des Goethe-Hauses, Großer Hirschgraben 23- 25, 60311 Frankfurt

Menschliche Organe und Krankheiten im Reagenzglas: Fiktion oder realistische Alternative zum Tierversuch?

Mehr Informationen: www.uni-frankfurt.de/Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur