Dr. Jan Bauer und Prof. Dr. David A. Groneberg vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin haben den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ 2016 des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) erhalten. Ausgezeichnet wurde ihre Forschung über den Zugang zur gynäkologischen Versorgung.

Die innovative Methode der „integrated floating catchment area“ orientiert sich nicht an den administrativen Grenzen von Landkreisen oder Bundesländern, sondern ausschließlich an der Entfernung. Die Forscher simulierten dazu die Anfahrtszeit mit dem Auto zur nächstgelegenen Praxis.

Die Analysen zeigen, dass 99,9% Prozent der Frauen die ihrem Wohnsitz nächstgelegene gynäkologische Praxis innerhalb von einer Stunde erreichen können. Die Untersuchung belegt gleichwohl ein klares Stadt-Land-Gefälle sowie deutliche Unterschiede in Großstädten. „Die Methode der beiden Autoren hat Entwicklungspotenzial für die Versorgungsforschung und kann die Bedarfsplanung zukünftig unterstützen“, erklärt Dr. Jörg Bätzing-Feigenbaum, der Leiter des Zi-Versorgungsatlas.

Publikation
Bauer J, Groneberg DA. Measuring Spatial Accessibility of Health Care Providers – Introduction of a Variable Distance Decay Function within the Floating Catchment Area (FCA) Method. PLoS One 2016; 11(7): e0159148. DOI: 10.1371/journal.pone.0159148.
Die Studien sind auf dem Portal des Versorgungsatlas verfügbar. Dies ist eine öffentliche Informationsquelle mit Studien zur medizinischen Versorgung in Deutschland.

Quelle: idw