Flitzen, fangen und befreien: Die Kinder spielen "Bakterien". (Foto: Folkerts)

Flitzen, fangen und befreien: Die Kinder spielen „Bakterien“. (Foto: Folkerts)

Das Zentrum für Hochschulsport hat erstmals ein Kinderferienprogramm angeboten. Vom 2. bis 6. Januar konnten Kinder von Beschäftigten und Studierenden an einem Spiel- und Sportprogramm teilnehmen – und einen Weltmeister treffen. 

Bakterienbefall in der Sporthalle: Dreizehn Kinder jagen sich, setzen per Ballberührung Mitspieler fest, die dann von anderen wieder „befreit“ werden können. Der letzte Nachmittag der Kinderferienwoche ist Wunschnachmittag, und das Spiel „Bakterie“ steht ganz hoch im Kurs bei den Kindern. Dreizehn Grundschüler, die meisten im Alter zwischen sechs und acht Jahren, haben die letzte Weihnachtsferienwoche auf dem Sportcampus Ginnheim der Goethe-Universität verbracht und unter der Anleitung der Studentinnen Christina Willberg und Marie Reitz ein abwechslungsreiches Spiel- und Sportprogramm absolviert. Das Angebot des Hochschulsports ist für alle Eltern, die in der ersten Januarwoche wieder arbeiten müssen, eine wertvolle Unterstützung, denn ihre Kinder sind den Tag über gut betreut und können sich dabei richtig austoben.

Schokocreme und Weltmeisterbesuch

Mit Kennenlernspielen am ersten Tag hatten die beiden Kursleiterinnen die Kinder in Kontakt gebracht und dafür gesorgt, dass sich alle wohl in der Gruppe fühlen. Weiterer Vorteil: Willberg und Reitz wussten danach, wer was kann, wie die Kinder ticken, und haben das Programm genau auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Schwimmen und Trampolinspringen gehörten zu den Höhepunkten der Woche, aber egal, welches Kind man fragt – eigentlich fanden die Schülerinnen und Schüler alles gut, was auf dem Programm stand. Beim Kinderferienprogramm gab es auch die Möglichkeit, mal Sportarten zu testen, die nicht zum Standard gehören. Hockey zum Beispiel oder das Klettern am Vertikaltuch.

Miteinander statt gegeneinander

„Wir haben geschaut, dass wir auch möglichst jeden Tag nach draußen gehen“, erzählt Ines Göring, Koordinatorin für Gesundheits- und Familienangebote im Zentrum für Hochschulsport, die wie die beiden Kursleiterinnen sehr zufrieden mit dem Verlauf der Ferienwoche ist. „Mal mit einem Spaziergang, mal in Form einer Campus-Rallye oder mit einem Ausflug in den Palmengarten.“ Dort gab es für die Kinder eine Führung zum Thema Kakao – inklusive Kochwerkstatt mit selbst gemachter Schokocreme. Spannend gerade für die etwas älteren Schüler war außerdem der Besuch von Nico Merget, der zur Ruder-Nationalmannschaft gehört und U23-Weltmeister ist. Unter anderem veranstaltete er mit den Kindern ein Quiz rund um seinen Sport, ließ sie zum Beispiel raten, wie schwer so ein Ruderboot ist.

Sind mit der Kinderferienwoche zufrieden: (von links) Ines Göring, Marie Reitz und Christina Willberg. (Foto: Folkerts)

Sind mit der Kinderferienwoche zufrieden: (von links) Ines Göring, Marie Reitz und Christina Willberg. (Foto: Folkerts)

Am Freitagnachmittag starten die Kinder jetzt noch einmal durch. Fußballspielen im Fünf-Minuten-Takt steht auf dem Programm. Nicht unbedingt der ideale Sport, wenn Mädchen und Jungs zusammen auf dem Spielfeld stehen, weiß Christina Willberg. Aber sie und Marie Reitz wissen auch, mit welchen Tricks es fair auf dem Feld bleibt und keiner untergebuttert wird. „Neue Regel: Jungen dürfen nur ein Tor schießen, wenn ein Mädchen die Vorlage gemacht hat“, ruft Willberg den Teams zu. Nach so viel Bewegung wird zum Abschluss „Schlafkönig“ gespielt: Alle Kinder liegen regungslos auf Turnmatten; wer zuckt, ist draußen.

Gibt es denn auch etwas, das den Kindern in der Woche nicht so gut gefallen hat? „Ja“, meint ein Junge und zeigt auf den Wochenplan. „Dass der Programmplan hier aufhört!“ Viertel vor vier; die Eltern kommen, holen ihre Kinder ab. Zum Abschluss gibt es für alle eine Urkunde. „Tschüss, vielleicht sehen wir uns mal wieder …“ – „Lass uns bald telefonieren!“

Eine Fortsetzung des Kinderferienprogramms ist geplant. Kinder von Beschäftigten und Studierenden der Goethe-Universität haben ein Vortrittsrecht. Sind dann noch Plätze frei, können auch Eltern, die nicht zur Goethe-Universität gehören, ihre Kinder anmelden.

Informationen zur Kinderferienwoche

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