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Prof. Dr. Markus Gangl, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften; Foto: Dettmar

Der Umgang mit Zahlen und Datensätzen gehört zum Alltagsgeschäft von Prof. Dr. Markus Gangl im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. Den empirischen Sozialforscher beschäftigt die Frage, wie sich Arbeitslosigkeit auf Armut und Ungleichheit auswirkt. Dafür wertet er Daten aus verschiedenen Langzeitstudien und regelmäßigen internationalen Erhebungen aus. Seine These: Die sozialen Effekte von Wirtschaftskrisen machen sich erst nach fünf bis zehn Jahren richtig bemerkbar, das wird bisher in der Politik zu wenig berücksichtigt.

Was geschieht, wenn ein gut bezahlter Facharbeiter seinen Job verliert, weil das Traditionsunternehmen, in dem er 30 Jahre lang gearbeitet hat, schließen muss und er in der Nähe keine geeignete Stelle findet? Arbeitslosengeld, Ersparnisse, Konsumverzicht – so schützen sich betroffene Familie vor dem Abstieg in die Armut. Aber wie lange geht das gut? Dass Armut und Arbeitslosigkeit eng zusammenhängen, dass dies besonders ein Risiko für Familien aus der Mittelschicht darstellt, dafür gibt es genügend empirische Beweise.

Aber mit dieser Erkenntnis gibt sich der Sozialforscher Markus Gangl nicht zufrieden; er will mehr darüber wissen, wie sich Wirtschaftskrisen, staatliche Interventionen und Eigenengagement der Betroffenen über einen längeren Zeitraum auswirken, wann die Schwelle erreicht ist, dass Familien abgleiten, oder wie lange es dauert, bis man nach einer Phase der Arbeitslosigkeit wieder seinen alten Lebensstandard erreicht. Der Frankfurter Professor untersucht die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf ökonomische Lebensstandards, demografische Prozesse sowie Bildungschancen, soziale und politische Beteiligung in Europa und Nordamerika – »das geht nur mit empirischen Forschungsmethoden«,betont Gangl.

Er gehört zu den international führenden Sozialforschern und wurde 2014 mit einem »Consolidator Grant« des European Research Council ausgezeichnet; die Europäische Union fördert sein über den Grant finanziertes Großprojekt mit rund zwei Millionen Euro. Die südeuropäischen Länder liefern seit der Finanzkrise 2008 ausreichend Stoff für Untersuchungen. Noch in diesem Jahr rechnet er mit den ersten Ergebnissen – zum Beispiel auf die Fragen: In welchen Ländern ist es für Arbeitslose mit welchem beruflichen Hintergrund besonders schwierig, einen passenden Job zu finden? Wie beeinflusst es junge Erwachsene in der Frage, ob sie ein Studium aufnehmen, wenn ein Elternteil arbeitslos ist? Unterscheidet sich das Verhalten in den verschiedenen europäischen Ländern? 2019 soll die gesamte Studie abgeschlossen sein; vermutlich wird sie innerhalb der Europäischen Union zu lebhaften Diskussionen führen.

Der Blick nach Skandinavien trügt

Durchschnittliche Einkommensverluste in %, hier: ca. –10 % im ersten Jahr nach Arbeitsplatzverlust (mittlere Linie), vollständige Erholung des Haushaltseinkommens erst nach acht bis zehn Jahren. Grafik: Kiefer

Durchschnittliche Einkommensverluste in %, hier: ca. –10 % im ersten Jahr nach Arbeitsplatzverlust (mittlere Linie), vollständige Erholung des Haushaltseinkommens erst nach acht bis zehn Jahren. Grafik: Kiefer

Derzeit ist die umfassende Studie aber noch in der Anfangsphase. Zunächst verbrachte Gangl drei Monate damit, die verfügbaren internationalen Studien zu durchforsten – mit einer verblüffenden Einsicht: Die meisten dieser Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass sich steigende Arbeitslosigkeit nach einer Wirtschaftsoder Finanzkrise nicht spürbar auf ökonomische Ungleichheit in der Gesellschaft auswirkt.

Doch dieser Befund führt in die Irre, denn der überwiegende Teil der Studien nahm nur den Zeitraum unmittelbar während einer Krise unter die Lupe. »Da zeigen sich noch keine tiefgreifenden Effekte, denn staatliche Leistungen von Arbeitslosengeld über Fortbildungsangebote und vorgezogene Renten federn die finanzielle Situation der Betroffenen kurzfristig ab«, so Gangl. Er nennt ein Beispiel: Skandinavische Forscher untersuchten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise Anfang der 1990er Jahre in Nordeuropa.

Dazu betrachteten sie die Entwicklung der Einkommensverteilung bis in die Mitte der 1990er Jahre und stellten fest, dass die soziale Schere nicht auseinandergegangen war. »Zu diesem Schluss konnten die Forscher allerdings nur kommen, weil sie einerseits alle ausgleichenden Leistungen des Sozialstaats berücksichtigt haben und andererseits die weitere Entwicklung der Einkommen in der zweiten Hälfte der 1990er und Anfang der 2000er Jahre nicht mehr in den Fokus nahmen«, ist Gangl überzeugt.

Ein fatales Versäumnis: »Denn dadurch werden die mittelfristigen Folgen solcher Krisen, die sich nach fünf, zehn oder auch erst fünfzehn Jahren einstellen, deutlich unterschätzt«, meint Gangl. Diesen Beweis will er nun mit seinem internationalen Projektteam aus vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern antreten und die vorhandenen Datensätze über einen längeren Zeitraum auswerten.

Mannheim – Mekka der quantitativen Sozialforschung

Gangl, der 2011 von der University of Wisconsin – dort startete man übrigens schon Anfang der 1960er Jahre mit Mikrosimulationen – auf die Professur für Sozialstruktur und Sozialpolitik an die Goethe-Universität berufen wurde, beschäftigt sich seit seinem Studium der Soziologie, Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Mannheim intensiv mit der empirischen Sozialwissenschaft. »Ich bin zu den Sozialwissenschaften gekommen, weil ich – genau wie viele unserer Studierenden auch heute – ursprünglich als Journalist dazu beitragen wollte, die Gesellschaft zu verbessern.

Dann konnte ich gleich auf meiner ersten Hilfskraft-Stelle an einer großen Befragung zur Situation und Lebensgeschichte von arbeitslosen Sozialhilfeempfängern in Baden-Württemberg teilnehmen – und war danach sowohl für den Journalismus als auch für jegliche Form von sozialwissenschaftlicher Elfenbeinturm-Theorie verloren. « Der heute 42-Jährige durchlief die »Mannheimer Schule«, promovierte dort und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Sozialforschung. Mannheim hatte sich schon in den 1970er Jahren zum europäischen Mekka der quantitativen Sozialforschung entwickelt.

Ihr Ziel ist es, gesellschaftliche »Makrophänomene« wie Geburtenraten, Einkommensverteilung, Arbeitslosenquoten zunächst statistisch zu beschreiben und mit den erhobenen Daten ihre aus sozialwissenschaftlichen Theorien abgeleiteten Hypothesen zu überprüfen. Bezogen auf Gangls aktuelles Projekt bedeutet das: Stimmt es, dass mit Arbeitslosigkeit negative ökonomische und soziale Folgen einhergehen?

Durchschnittliche Einkommensverluste in %, hier: ca. – 6 % im ersten Jahr auf einem neuen Arbeitsplatz (mittlere Linie), vollständige Erholung des Erwerbseinkommens erst nach neun bis zehn Jahren. Grafik: Kiefer

Durchschnittliche Einkommensverluste in %, hier: ca. – 6 % im ersten Jahr auf einem neuen Arbeitsplatz (mittlere Linie), vollständige Erholung des Erwerbseinkommens erst nach neun bis zehn Jahren. Grafik: Kiefer

Und wenn ja – gibt es bestimmte Schwellenwerte, wo diese negativen Folgen sichtbar werden, wann geraten beispielsweise bei Langzeitarbeitslosen trotz bester Vorsätze Partnerschaft, Familie oder auch andere soziale Beziehungen ins Wanken? Und wenn solche Probleme sichtbar werden: Beruhen sie vor allem auf ökonomischen Faktoren? Dann könnten sie durch die klassische sozialstaatliche Absicherung abgemildert werden.

Oder sind psychologische und soziale Belastungen wichtiger, die durch staatliche Interventionen sehr viel schwieriger zu beeinflussen sind? Die empirische Sozialforschung wollte von Beginn an nicht nur Phänomene beschreiben, sondern auch Schlüsse daraus ziehen: Die berühmten »Social Surveys« in Großbritannien untersuchten im 19. Jahrhundert soziale Missstände wie Armut, Trunksucht, Kriminalität und Analphabetismus. Die Analyse dieser sozialen Probleme sollte soziale Reformen anstoßen. Daten sammeln, aber welche? Auch das beschäftigt empirische Sozialforscher seit jeher.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sie standardisierte Methoden für repräsentative Umfragen und Datenerhebungen; der rasante Fortschritt der elektronischen Datenverarbeitung erweiterte die Möglichkeiten enorm. Regelmäßig vorgenommene Erhebungen nach gleichem Muster schaffen die Voraussetzungen für die so wichtigen Vergleiche. In den vielen einzelnen Datensätzen schlummern die Datenschätze, die es zu heben lohnt. »Wir arbeiten besonders intensiv mit der ›European Statistics on Income and Living Conditions‹ als Datenquelle, einer Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen in allen EU-Ländern«, so Gangl.

Er und sein Team werden auch das neu eingerichtete Forschungsdatenzentrum im House of Finance (siehe »Forschungsdatenzentrum im House of Finance«, Seite 53) nutzen – mit dem direkten Draht zu den Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Bundesländer. »Dieser privilegierte Zugang an der Goethe-Universität erlaubt uns, so manche detaillierte Analyse hier auf dem Campus Westend durchzuführen, anstatt – wie bislang – mit oft langwieriger Vorbereitung bei den entsprechenden Ämtern. Schade nur, dass auch mit der ›Standleitung‹ zur Goethe-Universität die Nutzung von Daten der amtlichen Statistik für Wissenschaftler nach wie vor alles andere als kostenlos ist.«

Das Sozio-oekonomische Panel – Frankfurter Vorbild für internationale Datenstudien

Übrigens wurde an der Goethe-Universität in enger Kooperation mit den Mannheimer Kollegen eines der noch heute wichtigsten Instrumente für die Erforschung gesellschaftlicher Veränderungen entwickelt: das Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Seit 1984 werden jährlich – inzwischen schon in der »30. Welle« – immer wieder dieselben, repräsentativ ausgewählten Haushalte in Deutschland nach ihren Einkommens- und Lebensverhältnissen, ihren aktuellen Sorgen, Erwartungen und politischen Einstellungen und nach wichtigen Ereignissen wie Schul- oder Studienabschluss, Umzügen, Heiraten, Geburten oder Scheidungen befragt.

Dieses Panel wurde zum Vorbild für viele ähnliche Datenstudien in der Welt. In den 1970er Jahren waren es überwiegend Ökonomen wie die beiden Frankfurter Hans- Jürgen Krupp und Richard Hauser, die sich für Daten aus kleinen sozialen Einheiten, sogenannte Mikrodaten, interessierten. Die Makroökonomie stieß an ihre Grenzen, wenn man beispielsweise herausfinden wollte, ob die stärker in den Mittelpunkt rückende Sozialpolitik erfolgreich war. Das Verhältnis zwischen Wissenschaftlern und Politikern schien in jenen Jahren eher entspannt, so schreibt Hans-Jürgen Krupp in dem 1989 erschienenen Sammelband Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler in Frankfurt (Hrsg. Bertram Schefold):

Die Linienhöhe gibt die Häufigkeit der Einkommenslagen in der Bevölkerung (jeweils relativ zum mittleren Einkommen) an, im Jahr 2010 (rote Linie) befand sich ein vergleichsweise geringerer Anteil der Bevölkerung im Bereich mittlerer Einkommen (»Mittelschicht«) als noch Anfang der 1990er Jahre, während gleichzeitig die Betroffenheit durch Armut angestiegen ist; Grafik: Kiefer

Die Linienhöhe gibt die Häufigkeit der Einkommenslagen in der Bevölkerung (jeweils relativ zum mittleren Einkommen) an, im Jahr 2010 (rote Linie) befand sich ein vergleichsweise geringerer Anteil der Bevölkerung im Bereich mittlerer Einkommen (»Mittelschicht«) als noch Anfang der 1990er Jahre, während gleichzeitig die Betroffenheit durch Armut angestiegen ist; Grafik: Kiefer

»Der Politiker gibt die Ziele vor, wobei strittig war, wie weit der Wissenschaftler ihn dabei berät; der Wissenschaftler nennt ihm die für die Verwirklichung der Ziele geeigneten Instrumente, die der Politiker flugs umsetzt, so dass der Wissenschaftler beobachten kann, ob das mit seinen Instrumenten angestrebte Ziel tatsächlich erreicht worden ist.« Ganz so lehrbuchartig lief es in der Realität nicht ab – und bald wurde dieses Politikmodell nicht nur von Soziologen als technokratisch eingestuft, so Krupp. Die Modelle wurden differenzierter, in den beschreibenden Verteilungsanalysen ging es beispielsweise darum, Lücken im System der sozialen Sicherungen aufzudecken.

Die Wissenschaftler analysierten und prognostizierten nicht nur die Dynamik sozio-oekonomischer Prozesse; mit ihren Modellen war es auch prinzipiell möglich, die Wirkungen politischer Eingriffe quantitativ abzuschätzen. In ganz ähnlicher Form wird Gangl mit seinem Team in seinem aktuellen Projekt versuchen, statistisch zu ermitteln, ob politische Maßnahmen wie etwa Arbeitslosenversicherung, aktive Arbeitsmarktpolitik oder auch das öffentliche Hochschulsystem einen Beitrag dazu leisten, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen aktueller Krisen in den europäischen Ländern abzufedern – und welchen.

Gleichzeitig hat auch Gangl die Lektionen aus der Arbeit seiner Vorgänger gelernt: »Zu erwarten, dass aus unseren Analysen am Ende ganz eindeutige, möglichst einfache und unmittelbar umsetzbare politische Handlungsempfehlungen folgen, wäre sicher mehr als naiv. Aber wenn sich politische Akteure oder die breitere Öffentlichkeit dafür interessieren, welche politischen Schlussfolgerungen wir aus den Ergebnissen ziehen, dann werden wir uns einbringen.«

Frankfurter und Mannheimer Ökonomen und Soziologen, zu deren Hauptakteuren auch Wolfgang Zapf gehörte (er war bis 1972 Professor für Soziologie an der Goethe-Universität und wechselte dann nach Mannheim), schufen unter dem Dach des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten, inzwischen legendären Sonderforschungsbereichs 3 (SFB »Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik«) ein Netzwerk, aus dem zwischen 1979 und 1992 zahlreiche richtungsweisende Forschungsarbeiten hervorgingen.

Während in Frankfurt die fächerübergreifende Tradition der empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung – insbesondere wegen der Fokussierung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften auf »Finance« und der eher an der Kritischen Theorie orientierten Gesellschaftswissenschaftler – an Bedeutung verlor, wurde Mannheim zum neuen Zentrum. »Die Grundlage für meine Art der Sozialforschung ist de facto die Arbeit des SFB 3. Ich stehe nicht nur – wie jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler immer – auf den Schultern von Riesen, sondern in diesem Fall sind es sogar Frankfurter Riesen gewesen«, so Gangl.

Nach leidenschaftlichen Diskussionen: Kooperationen mit Vertretern der Kritischen Theorie

Markus Gangl und sein Team: Kristina Lindemann, Fabian Ochsenfeld, Jan Brülle, Markus Gangl, Elisa Szulganik, Ursula Büchner (hintere Reihe von links); Timo Lepper, Bettina Bredereck, Carlotta Giustozzi, Jonathan Latner, Pilar Goñalons-Pons (vordere Reihe von links); Foto: Dettmar

Markus Gangl und sein Team: Kristina Lindemann, Fabian Ochsenfeld, Jan Brülle, Markus Gangl, Elisa Szulganik, Ursula Büchner (hintere Reihe von links); Timo Lepper, Bettina Bredereck, Carlotta Giustozzi, Jonathan Latner, Pilar Goñalons-Pons (vordere Reihe von links); Foto: Dettmar

Dass die empirische Sozialforschung seit etwa acht Jahren nun in Frankfurt wieder im Aufwind ist, hat sie zwei Mannheimern zu verdanken – fast ein »generationaler Re-Import«: Sigrid Roßteutscher, die seit 2007 an der Goethe-Universität lehrt und forscht und mit ihrem Großprojekt zum Wählerverhalten bundesweit bekannt ist, und Markus Gangl, der 2011 nach Frankfurt kam. Im Zuge des Generationenwechsels am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften sind vier weitere Professuren auf diesem Gebiet neu besetzt worden – übrigens sowohl für quantitative wie qualitative empirische Sozialforschung.

Was Gangl als »Soziologie in der ganzen Breite« lobt, hat am Fachbereich das Potenzial für leidenschaftliche Diskussionen um Forschungsfragen, Forschungsmethoden, aber auch Studieninhalte erhöht. Inzwischen werden Abschlussarbeiten gemeinsam von empirischen Sozialforschern und Vertreter der Kritischen Theorie betreut – »und wenn es um die Einschätzung der Qualität ging, lief das bisher ohne einen fachlichen Dissens«, so Gangl. Vielleicht liegt hier gerade eine Chance, an den Reibungsflächen auch Verbindungslinien zu sehen. Warum nicht bei Themen wie Gerechtigkeit, Armut, Ungleichheit stärker kooperieren? Stehen sie doch auch bei den theoretisch ausgerichteten Wissenschaftlern wie am Exzellenzcluster »Normative Orders« im Fokus.