Prof. Dr. Roland A. Fischer, Vizepräsident der DFG (von links), Dr. Stephan Fuchs, Goethe-Uni, Dr. Heide Genau, Koordinatorin von „Let’s Talk About UBAUT“ an der Goethe-Uni, Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Brigitte Haar, Ministerialdirigent Frithjof A. Maennel (BMBF)

Die Goethe-Universität ist für ihr Konzept „Let’s Talk About UBAUT“ im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Internationales Forschungsmarketing“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet worden. Zusammen mit zwei weiteren Forschungseinrichtungen konnte sie sich gegen 16 andere Antragsteller durchsetzen, die alle bereits im internationalen Marketing aktiv sind. Der Preis ist mit 100.000 Euro für die Umsetzung des Konzeptes dotiert und wurde am 16. Februar 2017 in Potsdam übergeben. Darüber hinaus wurde ein Start-Up Sonderpreis für bislang nicht international aktive Institutionen vergeben.

Das Konzept der Goethe-Universität ist auf den universitätseigenen Forschungsschwerpunkt in der Ubiquitin- und Autophagieforschung (UBAUT) ausgerichtet, der rund um den Sonderforschungsbereich „Molekulare und funktionale Charakterisierung der selektiven Autophagie“ und den LOEWE-Schwerpunkt „Ubiquitin-Netzwerke“ (beide unter Sprecherschaft von Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II) entstanden ist. Ziel ist es, die UBAUT-Forschung in der Rhein-Main-Region mit der Forschung an Spitzenuniversitäten der San Francisco Bay Area und der Region Boston zu vernetzen. Dazu sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Region als Botschafter fungieren. Ein Stipendienprogramm für Kurzaufenthalte soll es Forschenden aus dem Ausland ermöglichen, den Forschungsstandort Rhein-Main-Gebiet kennenzulernen. Bei einer Klausurtagung wollen die hiesigen Wissenschaftler mit ihren amerikanischen Kollegen über die strategische Ausrichtung des wissenschaftlichen Netzwerks diskutieren.

Entscheidend bei der Auswahl der Preisträger – neben der Goethe-Universität wurden auch die Humboldt-Universität Berlin und das Deutsche Geoforschungszentrum Potsdam ausgezeichnet – war, dass es sich um echte Gemeinschaftsprojekte von Wissenschafts- und Verwaltungsseite mit einer guten Verankerung auf der Leitungsebene handelt. „Gemeinsam mit den Kooperationspartnern verfolgt die Goethe-Universität Frankfurt das Ziel, die Rhein-Main-Region als führende Region im Bereich der biomedizinischen Forschung zu profilieren“, sagte DFG-Vizepräsident Roland A. Fischer in seiner Laudatio. Das Konzept der Goethe-Universität sei nach Ansicht der Jury klar definiert und fokussiert. Die Maßnahmen seien gut durchdacht, konkret, realistisch und realisierbar konzeptioniert und gut in den strategischen Kontext eingebettet. Anerkannt wurde die Konzeptidee, die Personen und Knowhow exportiert, aber auch importiert. Ein Konzept, das beide Richtungen im Auge habe, so die Jury. Das führe zu nachhaltigen Kontakten. „Uns geht es darum, dass im Rahmen des Internationalisierungs-Mainstreaming der Goethe-Universität alle Akteure die internationale Dimension ihres Tuns im Auge haben und entsprechend handeln und dafür die geeignete Unterstützung erhalten“, sagt Prof. Brigitte Haar, als Vizepräsidentin zuständig für den Bereich Internationalisierung an der Goethe-Universität.

Nähere Informationen zum UBAUT-Konzept: www.ubaut.de