Christine Miller, International Office (links), und Maya Hatsukano, Studien-Service-Center. Zum Projektteam gehört außerdem Dr. Susanne Jauernig.

Ein neues Projekt im International Office bringt internationale Studierende ins Ehrenamt. Freiwilliges Engagement heißt nicht nur: Gutes tun, sondern fördert auch die soziale Integration und den Ausbau von karriererelevaten Schlüsselkompetenzen.

Freiwilliges Engagement bedeutet für Studierende sowohl Gutes zu tun als auch Kontakte zu knüpfen, Kompetenzen zu erweitern und berufliche Orientierung zu finden. Für internationale Studierende sind zudem Zusammenhänge zwischen Engagement und verbesserten Deutschkenntnissen sowie bewerbungsförderlichen sozialen Netzwerken erwiesen.

»Der ehrenamtliche Einsatz für das Gemeinwohl genießt den Schutz
und die Förderung des Staates, der Gemeinden und Gemeindeverbände.«
(Artikel 26f, Hessische Verfassung)

Seit der Volksabstimmung am 28. Oktober 2018 gehört Artikel 26f zur hessischen Verfassung und betont die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft. Derzeit sind internationale Studierende jedoch in hochschulpolitischen Ämtern unterrepräsentiert und engagieren sich auch außerhalb der Universität weniger häufig als ihre deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Um internationale Studierende im Ehrenamt zu stärken, hat das das International Office der Goethe-Universität nun gemeinsam mit dem Career Service des Studien-Service- Centers das Projekt »Act, Connect & Reflect – Integration durch Engagement in Studium, Gesellschaft und Beruf« aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Hessen ins Leben gerufen.

Übergeordnetes Ziel der ESF-Förderprogramms »Offene Hochschulen – Potenziale nutzen, Übergänge vorbereiten« ist es, den Studien- und Berufserfolg internationaler Studierender zu fördern. Dass internationale Studierende durch frühzeitiges Engagement im beruflichen sowie persönlichen Umfeld ihre Erfolgschancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt maßgeblich verbessern können, hob auch Wissenschaftsministerin Angela Dorn hervor, die den ESF-Förderbescheid über 405.600 Euro für zwei Jahre bei ihrem Besuch an der Goethe-Universität im Mai 2019 an die Leiterin des International Office, Dr. Rebekka Göhring, übergab.

»Freiwilliges Engagement heißt zunächst einmal: Gutes tun«, betont Hanna Reuther, Projektleiterin und Abteilungsleiterin im Bereich Beratung, Betreuung und Bewertung internationaler Studierender. »Aber Ehrenamt fördert natürlich auch soziale Integration und den Ausbau wichtiger Schlüsselkompetenzen für die spätere Karriere.« Das Projekt ist daher in vier Module aufgegliedert, um diesen verschiedenen Potenzialen gerecht zu werden: Im Bereich Act finden Informations- und Netzwerkveranstaltungen mit Studierenden und ehrenamtlichen Gruppen der Goethe-Universität sowie der Stadt Frankfurt statt.

Hier entstehen auch Verknüpfungen zum Projekt »Studentische Partizipation« der Abteilung Lehre und Qualitätssicherung. Das Modul Connect bietet ein Mentoring-Programm an, durch das internationale Studierende über den Verlauf eines Semesters individuell mit Berufstätigen aus regionalen Unternehmen zusammengebracht werden, um Einblick in die berufliche Praxis zu erhalten und von Erfahrungen der Mentorinnen und Mentoren zu profitieren. Im Modul Connect bietet Koordinatorin

Maya Hatsukano ein Mentoring-Programm an, durch das internationale Studierende über den Verlauf eines Semesters individuell mit Berufstätigen aus regionalen Unternehmen zusammengebracht werden, um Einblick in die berufliche Praxis zu erhalten und von Erfahrungen der Mentoren zu profitieren. Zur Vorbereitung und Begleitung ehrenamtlichen und beruflichen Engagements veranstaltet das Teilprojekt Prepare praxis- und anwendungsorientierte Workshops zu den Themen Team & Networking, Kommunikation und Projektmanagement. Außerdem entstehen eigene studentische Praxisprojekte, die anderen Studierenden zugutekommen.

Ein weiterer Baustein – Reflect – widmet sich dem Self-Assessment internationaler Studierender, damit diese ihre derzeitige Studien- und Lebenssituation reflektieren und eigene Interessen, Stärken und Ziele identifizieren. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Lehre und Qualitätssicherung (LuQ), studiumdigitale und wissenschaftlichen Experten wird ein Online-Tool erarbeitet, nach dessen Beantwortung den Studierenden ein Feedbackgespräch und die Weiterverweisung auf gezielte in- und externe Beratungsservices offensteht.

»Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren «, erzählt die Projektkoordinatorin Christine Miller. Ihre Kollegin Dr. Susanne Jauernig ergänzt: »Für den offiziellen Start im Wintersemester freuen wir uns auf die Kooperation mit der Stadt Frankfurt und allen interessierten Hochschulangehörigen, die sich gemeinsam mit internationalen Studierenden für mehr Engagement stark machen.«

Mehr Informationen: www.uni-frankfurt.de/engagement
Kontakt: Christine Miller (Gesamtkoordination), Tel.: 798 17293, E-Mail: engagement@uni-frankfurt.de

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 3-2019 des Mitarbeitermagazins GoetheSpektrum erschienen.