Prof. Luciano Rezzolla

Für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit erhält der Theoretische Astrophysiker Luciano Rezzolla den Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik. Der Preis wird im Rahmen einer akademischen Feierstunde mit Staatssekretärin Ayse Asar vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst vergeben am Freitag, dem 28. Juni um 16:30 Uhr im Biozentrum, HS B1, Max-von-Laue-Str. 9, Campus Riedberg.

Veranstalter sind der Fachbereich Physik der Goethe-Universität, die Walter Greiner Gesellschaft zur Förderung der physikalischen Grundlagenforschung (WGG) und das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Nach einer Begrüßung durch Prof. Michael Lang, Dekan des Fachbereichs Physik, Prof. Roger Erb, Vizepräsident der Goethe-Universität, Dr. Nikolaus Hensel, Gründungsvorstand der WGG und Prof. Enrico Schleiff, Vorstandsvorsitzender des FIAS, werden die Auszeichnungen für herausragende junge und erfahrene Wissenschaftler in einer Gesamthöhe von rund 150.000 Euro verliehen.

Den Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik für herausragende wissenschaftliche Arbeit erhalten Prof. Luciano Rezzolla und sein Team am Institut für Theoretische Physik in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen im Zusammenhang mit der Erforschung Schwarzer Löcher

Hierzu hat Herr Rezzolla unlängst weltweit mediale Aufmerksamkeit erfahren in seiner Rolle als Vorstandsmitglied und Leiter des „Black Hole Cam-Projektes (BHC-Projekt)“, welches erstmals die Beobachtung des heißen Plasma-Rings um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie M87 sichtbar machte

Für sein Lebenswerk in der Gravitationsphysik erhält Prof. Friedrich Hehl, der am Institut für Theoretische Physik der Universität zu Köln lehrte, den Karl-Schwarzschild-Preis 2019. Prof. Hehl hat in herausragender Weise in über mehr als vier Jahrzehnten die theoretischen Grundlagen der allgemeinen Relativitätstheorie (ART) untersucht, insbesondere hat er Erweiterungen von Einsteins ART geschaffen, um die Torsion der Raumzeit einzubeziehen, die Einstein einst vernachlässigt hatte.

Mit dem Preis wird an Karl Schwarzschild erinnert, den berühmten Frankfurter Astrophysiker, der vor einhundert Jahren innerhalb weniger Monate die nach ihm benannte Lösung von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie berechnete.

Dr. Maris Bauer erhält den von der Carl Wilhelm Fück-Stiftung ausgelobten und mit 10.000 Euro dotierten „Walter Greiner-Preis“ für die beste Physik-Dissertation. Er promovierte am Physikalischen Institut der Goethe-Universität über die Entwicklung von Sensoren für die Terahertz-Messtechnik, die er nun am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik für zerstörungsfreie Produktprüfung in Industrieanwendungen einsetzt.

Studierende im Bereich Biophysik gaben den Ausschlag für den erstmals in diesem Jahr vergebenen „Niko-Claus-Preis“, benannt nach den beiden Stiftern Nikolaus Hensel und Claus Wisser. Ausgezeichnet wird Dr. Georg Wille vom Institut für Biophysik. Er wird für sein außergewöhnlich starkes Engagement in der Lehre, für die Belange der Studierenden und seine Aktivitäten zur strukturellen Verbesserung des Studiengangs Biophysik geehrt.

Für das herausragende Engagement von Studierenden im Bereich der Lehre wird Julia Sammet ausgezeichnet. Der Doktorandin ist die Gründung und der Aufbau des Physik-Lernzentrums der Goethe-Universität am Campus Riedberg zu verdanken. Als Leiterin der Einrichtung ist Julia Sammet mit ihrem Team erste Anlaufstelle für Studierende bei physikalischen und mathematischen Fragen.

Darüber hinaus werden die besten Studienabschlüsse des Fachbereichs Physik geehrt sowie die Rolf und Edith Sandvoss-Stipendien und die Deutschlandstipendien vorgestellt.