Inge Werth; © Sabine Lippert

Die Fotografin Inge Werth, 1931 in Stettin geboren, hielt mit ihrer Kamera eine bewegte Zeit gesellschaftlicher Umbrüche fest. Sie arbeitete für Medien wie die Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit oder Pardon und erfasste die Rebellion der 1968er Generation gegen die bestehenden Verhältnisse. Prominente Großereignisse im öffentlichen Raum hielt sie ebenso fest, wie Aktivitäten auf Nebenschauplätzen. Das Museum Giersch der Goethe-Universität stellt ab dem 9. August (bis 14. Oktober) einige der Fotografien von damals in der Ausstellung „Paris, Frankfurt am Main und die 1968er Generation – Fotografien von Inge Werth“ aus.

Drei Fragen an Inge Werth

Frau Werth, was ist Ihnen aus der Zeit um 1968 am stärksten im Gedächtnis geblieben?
Die große Lust und der ernsthafte Willen ganz verschiedener Gruppen, eine politische und soziale Veränderung zu bewirken und mitzugestalten.

Mit welchem Verständnis haben Sie fotografiert?
Die Stimmung, die vehementen Debatten, soweit möglich, mit dem Fotoapparat sichtbar zu machen.

Auf was freuen Sie sich bei der Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Universität am meisten?
Dass das Museum Giersch, vielen, auch jungen Leuten, die Chance bietet, längst Verschwundenes, Vergessenes ins Gedächtnis zurückzuholen bzw. nahe zu bringen und Anstoß gibt, die Zeit um 1968, auch in Bezug auf die heutige Zeit, zu diskutieren.