blog_jan-philip-glania_750x375In drei Tagen sitzt Jan-Philip Glania, Student der Zahnmedizin an der Goethe-Universität, im Flieger nach Rio. Wir konnten ihm vor seiner zweiten Olympiateilnahme noch ein paar Fragen stellen.

Jan-Philip, deine zweite Olympiateilnahme steht an. Wie fühlt es sich an, wieder dabei zu sein und worauf freust du dich am meisten?

Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl nochmals an den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen und zugleich eine große Ehre. Am meisten freue ich mich auf den Moment endlich in die Schwimmhalle einmarschieren zu können, um mein Rennen zu beginnen. So kurz vor dem Start ist der Nervenkitzel am größten.

Mit fünf Jahren hast du angefangen zu schwimmen. Dein Motto heute lautet: „Schwimmen ist mein Leben“. Was fasziniert dich so an dem Sport? Was macht das Element Wasser mit dir?

Im Wasser ist man auf sich allein gestellt. Man kann gedanklich mal abschalten und zur Ruhe kommen und bekommt mal eine Pause von dem ganzen Alltagsstress. Außerdem sind die Schwerelosigkeit und die Bewegung im Wasser ein tolles Gefühl.

Seit 2009 studieren du an der Goethe-Universität Zahnmedizin. Warum hast du dich ausgerechnet dafür entschieden, gibt es Parallelen zum Schwimmsport?

Wie im Schwimmsport muss man auch im Zahnmedizinstudium sehr diszipliniert, motiviert und konzentriert arbeiten, um sich zu verbessern und Techniken zu erlernen. Dass das Zahnmedizinstudium so anspruchsvoll ist, übt auf mich auch einen großen Reiz aus.

Wie oft trainierst du? Lässt sich das intensive Schwimmtraining und dein Studium gut unter einen Hut bringen?

Ich trainiere pro Woche zehnmal zwei Stunden im Wasser und dreimal zweieinhalb Stunden im Kraftraum. Hinzu kommen Physiotherapie, Stabilisations-Training, Erwärmung und Dehnung. Das Studium mit dem Sport zu kombinieren ist äußerst schwierig, aber nicht ganz unmöglich. Dafür muss man sehr effizient arbeiten und agieren. Vom Privatleben bleibt dann leider nicht sehr viel übrig. Im letzten Jahr habe ich deshalb Urlaubssemester eingelegt, um mich voll auf die Olympischen Spiele in Rio konzentrieren zu können.

Auf deiner Webseite nennst du dich „Glaniator“ – was können wir von dem „Glaniator“ in Rio erwarten?

Ziel ist es in Rio für mich Bestzeiten zu schwimmen. Sollte ich das schaffen, sieht es nicht so schlecht mit einer Finalteilnahme aus. Das wäre mein großer Traum.

Danke für das Interview und viel Erfolg in Rio!

Mehr von Jan-Philip Glania: www.jpglania.de/