Vom 5. bis 7. März 2021 findet wieder die dreitägige internationale UN-Simulation für Studierende und Schüler*innen statt.

Jedes Jahr organisiert ein Team engagierter und politisch interessierter Student*innen eine Simulation der Vereinten Nationen an der Goethe-Universität Frankfurt – die Konferenz der Main Model United Nations (MainMUN). MainMUN ist eine dreitägige internationale UNSimulation für Studierende und Schüler*innen ab 16 Jahren. In diesem Jahr wird MainMUN, bedingt durch die Corona-Pandemie, virtuell stattfinden. UN-Simulationen blicken auf eine lange Tradition zurück, denn bereits nach der Gründung der Vereinten Nationen fanden die ersten Simulationen statt. Die Frankfurter Konferenz MainMUN wurde im Jahr 2005 von Prof. Dr. Tanja Brühl an der Goethe-Universität ins Leben gerufen und wird in diesem Jahr von Dr. habil. Christian Tuschhoff betreut. Die Konferenz selbst wird von Studierenden der Goethe-Universität ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. Das Konzept von MainMUN besteht darin, Teilnehmende mit der Arbeit der Vereinten Nationen vertraut zu machen. Sie schlüpfen dabei in die Rolle von Diplomatinnen und Diplomaten, repräsentieren ein Mitgliedsland in einem Gremium oder Organ der Vereinten Nationen und entwickeln mit anderen Delegierten Lösungsvorschläge zu aktuellen weltpolitischen Herausforderungen. Dabei treten sie aktiv für die Positionen und Interessen des zu repräsentierenden Staates ein. Auch soziale Kompetenzen sind dabei gefordert, denn die Delegierten müssen verschiedene Verhandlungstechniken zur Kompromissfindung ausprobieren, um mit Staaten, welche unterschiedliche politische, aber auch kulturelle Ansichten vertreten, eine Übereinkunft zu finden. Dabei werden wichtige Soft Skills erworben und ausgeweitet. Ferner hilft MainMUN mit seinem Charakter als internationale Konferenz bei der Vernetzung junger Menschen aus verschiedenen Ländern. Aus diesem Grund findet die komplette Simulation auf Englisch statt.

Auf der Konferenz im März 2021 werden folgende Komitees simuliert: UN Security Council (SC), World Health Organization (WHO), World Food Programme (WFP), Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) und ein Krisenkomitee, in dem die Außenminister*innen der simulierten UN-Mitgliedsstaaten vertreten sind. Darüber hinaus werden vier NGOs simuliert: Human Rights Watch (HRW), Center for Arms Control and Non-Proliferation, Child Empowerment International (CEI) und Doctors Without Borders (MSF). Die diesjährige MainMUN steht unter dem Motto: Conflicts, Concerns, Cooperation – a Coup of Conventional Politics. Der Fokus liegt hierbei auf der internationalen Zusammenarbeit und der Wichtigkeit des Multilateralismus. In diesem Zusammenhang organisiert das Team ein Panel, bei dem die Delegierten an einer Diskussionsrunde mit eingeladenen Expert*innen zum Thema „How to Make Politics More Inclusive and Intersectional“ teilnehmen können. Main-MUN hat sich über die Jahre als wissenschaftlich anspruchsvolle Veranstaltung herauskristallisiert, da sie die fachliche Expertise in den Mittelpunkt stellt. Das Themenspektrum der Komitees orientiert sich dabei an der Schwerpunktsetzung der Vereinten Nationen. Neben der inhaltlichen Debatte bietet MainMUN den Delegierten auch die Möglichkeit, sich auf den Abendveranstaltungen zu vernetzen. Auch in diesem Jahr bieten wir, trotz pandemiebedingter Umstellung auf den virtuellen Raum, verschiedene Aktivitäten neben der Konferenz an. Genaueres wird rechtzeitig auf unserer Website www.mainmun.de bekannt gegeben. Die Konferenz findet vom 05. bis 07. März 2021 virtuell statt und ermöglicht es somit Delegierten aus aller Welt, die einzigartige MUN-Erfahrung zu sich nach Hause zu holen! Studierende aller Fachbereiche sind herzlich willkommen, an MainMUN 2021 teilzunehmen und somit ihren persönlichen Horizont zu erweitern.

Ajla Sahbegovic

Dieser Beitrag ist in der Ausgabe 1/2021 (PDF) des UniReport erschienen.