Foto: Michael Rohrdrommel

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften hat seine langjährige Zusammenarbeit mit der Université Paris-Dauphine-PSL durch zwei neue Kooperationsabkommen vertieft. Ab Wintersemester 2020/21 wird ein Doppelabschlussprogramm für den Master of „Money and Finance“ in Frankfurt sowie das Masterprogramm „Economie et Finance“ in Paris angeboten.

Weiterhin wird es Studierenden des Bachelorprogramms Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Management“ zukünftig möglich sein, sich für die Aufnahme in das bereits bestehende Doppelbachelorprogramm zu bewerben. Bisher war dies lediglich für Studierende mit dem Schwerpunkt „Finance & Accounting“ bzw. „Economics“ möglich.

In beiden Programmen absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils einen Teil des Studiums an der Partnerhochschule. Die Leistungen werden an der Heimathochschule in vollem Umfang anerkannt und führen innerhalb der Regelstudienzeit zum Erwerb des deutschen und französischen Abschlusses. Im Rahmen der Doppelabschlussprogramme werden sowohl besondere akademische Qualifikationen als auch sehr gute sprachliche und interkulturelle Kompetenzen erworben. Die Absolventinnen und Absolventen haben erfahrungsgemäß hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Zur feierlichen Vertragsunterzeichnung der Programme reiste die Präsidentin der Université Paris-Dauphine-PSL, Isabelle Huault, an der Spitze einer siebenköpfigen Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern des Präsidiums und der beteiligten Fachbereiche am 19. Juli nach Frankfurt, wo sie von Vizepräsident Manfred Schubert-Zsilavecz und Mitgliedern des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften empfangen wurde.

Die Präsidentin der Université Paris-Dauphine-PSL und der Vizepräsident der Goethe-Universität lobten in ihren Reden das langjährige Engagement der Verantwortlichen und deren Beiträge für die deutsch-französische Freundschaft. Diese manifestiert sich neben der engen institutionellen Kooperation auch durch die bisher mehr als 200 Absolventinnen und Absolventen mit Doppelabschluss und die zahlreichen weiteren Studierenden, die ein Erasmus-Auslandssemester an der Partnerhochschule bzw. in Frankfurt absolviert haben. Eine Brücke zwischen den Nachbarländern Frankreich und Deutschland wird auch durch eine zweimonatige Personalmobilität geschaffen, während der die Kollegin aus Paris Erfahrungen im SSC und dem zentralen International Office sammeln wird.

Die Kooperation mit der Université Paris-Dauphine-PSL gibt es seit 27 Jahren. Sie gehört damit zu den am längesten bestehenden und intensivsten Partnerschaften des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften. Damals einigten sich beide Institutionen auf die Etablierung eines Doppeldiplomprogramms,. Die neuen Doppelabschlussprogramme werden in den nächsten Wochen auf den Internetseiten des Auslandsbüros für das akademische Jahr 2020/21 ausgeschrieben. Der Fachbereich freut sich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Université Paris-Dauphine-PSL gehört neben der Wharton School in Philadelphia, der Fudan Universität in Shanghai und der Staatlichen Universität für Ökonomie in Sankt Petersburg zu den sogenannten „Strategischen Partnerschaften“ des Fachbereichs, bei denen der Austausch von Studierenden und Lehrenden, wie auch gemeinsame Forschungs- und Lehrprogramme durch den Fachbereich durch ein spezielles Förderprogramm unterstützt wird.

Fast ebenso lange wie die Kooperation mit der Université Paris-Dauphine-PSL gibt es auch eine enge Beziehung mit der Université Lyon II, mit der jetzt ein gemeinsames interdisziplinäres Studienprogramm im Rahmen des EU-Projektes „Europäische Hochschule“ anstrebt wird. Unter Einbeziehung der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand soll ein trilaterales Bachelorprogramm in „European Studies“ auf den Weg gebracht werden, welches die Verbindung zu Frankreich und anderen europäischen Partnern weiter verstärken wird.

Autoren: Lars Pilz und Bianka Jäckel

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 5.19 des UniReport erschienen.