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Ab 5. Mai: Digitale Ausstellung zur Frankfurter Psychologie

Kann man den Menschen erklären? Diese Frage stellt sich angesichts der immensen Irrationalität, die der Mensch im Umgang mit Pandemien, der Brutalität eines sinnlosen Krieges, der kollektiven Selbstzerstörung durch die Klimakatastrophe an den Tag. Jenseits der Alltagspsychologie gibt es eine Gruppe von Menschen, die sich um eine Antwort bemühen: Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Psychologie. Welchen Anteil hat die Psychologie in Frankfurt an dem modernen Bild des Menschen? Die Geschichte der Frankfurter Psychologie ist voller spannender Geschichten über Männer und Frauen, die sich der Erkundung des Menschen gewidmet haben.

Eine aktuelle digitale Ausstellung widmet sich diesem Thema und zeigt die Persönlichkeiten und ihre Hintergründe. Sie ist der Idee eines Bürgermeisters auf der Spur, einen Ausweg aus dem Abstieg der Stadt Frankfurt zu finden; genialen jüdischen Wissenschaftlern, die aus der Universität vertrieben werden; der Rettung der Gestaltpsychologie in der Wetterbezirkszentrale; der Konflikt zwischen Psychologie und Psychoanalyse; und der Weg in einen professionellen Heilberuf. Das Erfolgsrezept: Psychologie entwickelte sich in dynamischer Weise mit der Gesellschaft, und vergaß doch nie ihre wissenschaftlichen Grundlagen. Am Schluss bleibt die offene Frage: kann uns die Psychologie auch helfen, die Menschheit zu retten?

Max Wertheimer (1880-1943)

Als Begründer der Gestaltpsychologie in Frankfurt erforschte Wertheimer fundamentale Ordnungsprinzipien der menschlichen Wahrnehmung. Obwohl einer der renommiertesten Wissenschaftler Frankfurts, musste er 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft emigrieren.

Foto: UAF Abt. 854 Nr. 1924

Die digitale Ausstellung „Älter als die Universität – das Psychologische Institut von 1904 bis heute“ ist ab dem 5. Mai 2022 unter https://psychologie-welt-frankfurt-am-main.de/ zugänglich. Verantwortlich für die Ausstellung sind Prof. Ulrich Stangier & Gunta Saul (Goethe-Universität; wissenschaftliches Konzept), Veronika Sergl & Thassilo Vahlenkamp (Design und technische Realisierung).

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